Politik und Wirtschaftskrise haben die Arbeitsmarktlage für gut ausgebildete, junge Europäer weiter verschärft. Das Engagement
für die "Generation Praktikum" ist also keineswegs hinfällig geworden, sagt Aktivistin Frauke Austermann.
Der DGB hat die Situation junger Frauen
auf dem Arbeitsmarkt analysiert und stellt Forderungen nach mehr
Bildungsinvestitionen, besserer sozialer Absicherung und Vereinbarkeit
von Familie und Beruf.
Die IG Metall warnt: Der Aufschwung geht an der jungen
Generation vorbei! Auch nach der Krise prägen
Arbeitsverhältnisse wie Praktika, Leiharbeit und befristete Jobs immer
mehr die Lebens- und Arbeitssituationen von jungen ArbeitnehmerInnen. Unbefristet beschäftigt, angemessen bezahlt und sozialversichert -
davon können immer mehr Arbeitnehmer in der Bundesrepublik nur träumen.
Denn sie werden von Zeitarbeitsfirmen ausgeliehen, als
Scheinselbständige ausgebeutet oder als Minijobber mit weniger als 400
Euro monatlich abgespeist; kurz: sie gehen einer prekären Beschäftigung
nach. In manchen Branchen sind diese Arbeitsverhältnisse längst
Normalität, bundesweit arbeiten schon 19% der Vollzeitbeschäftigten im
Niedriglohnbereich.
Die miesen Jobs in Deutschland nehmen zu. Dies ist aber kein
Naturgesetz, sondern Folge einer Politik, die sich in den letzten
Jahren systematisch gegen die Interessen der ArbeitnehmerInnen
gerichtet hat. Mehr hier.
Sichere Arbeitplätze, angemessener Lohn, familienfreundliche
Arbeitszeiten und Mitbestimmung: Gute Arbeit hat einen Preis. Die
Arbeitgeber müssen ihn zahlen. Mehr hier.
Nicht nur bei uns gibt es prekäre Arbeitsverhältnisse. Ein Grund
mehr, der europäischen Arbeitsmarktpolitik genau auf die Finger zu
sehen. Mehr hier.
Zwangsarbeit, Hungerlöhne und Rechtlosigkeit prägen den Alltag in
vielen Ländern, nicht nur in den Entwicklungsländern. Die Kampagne
"Decent Work" soll daran etwas ändern. Mehr hier.