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Übergriff auf DGBler

Polizei verhaftet Hauptverdächtigen

(dgb-jugend, 25. Feburar 2008) Der DGB und die DGB-Jugend sind bestürzt über den Nazi-Überfall auf Teilnehmer der "Geh-Denken"-Veranstaltung am vergangenen Samstag (14. Februar 2009) und bekunden den Opfern tiefes Mitgefühl sowie Solidarität.

Auf der Rückreise von der Veranstaltung in Dresden hatten Neonazis auf einer Raststätte bei Jena Busse mit GewerkschafterInnen aus Hessen, Thüringen und Nordrhein-Westfalen angegriffen und mehrere Personen zum Teil schwer verletzt.

Einer der Verletzten ist ein 43-jähriger Mann aus dem hessischen Schwalm-Eder-Kreis. Er liegt nach heftigen Tritten gegen seinen Kopf mit einem Schädelbruch im Krankenhaus. Laut Aussage von Michael Rudolph, DGB-Regionsvorsitzender Nordhessen, geht es dem Kollegen den Umständen entsprechend gut (siehe www.region-nordhessen.dgb.de...).

Die Polizei verfolgte kurz nach den Übergriffen die flüchtigen Täter, stoppte deren Bus und konnte die Personalien von 41 Rechtsextremen feststellen, ließ den Bus dann aber weiterfahren. Mittlerweile hat die Polizei den mutmaßlichen Haupttäter gefasst, bei weiteren Verdächtigen fanden Hausdurchsuchungen statt.

Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer, der ebenfalls an der "Geh-denken"-Veranstaltung teilgenommen hatte, forderte am Sonntagabend in Berlin unverzügliche und umfassende Aufklärung des abscheulichen Vorfalls: "Es ist unerträglich, dass so etwas über 60 Jahre nach den Brutalitäten der Nationalsozialisten gegenüber der Gewerkschaftern wieder passieren kann. Die Täter müssen nun rasch zur Verantwortung gezogen werden. Dieser Fall zeigt einmal mehr, welcher menschenverachtenden Methoden sich rechtsextreme Parteien und Gruppen bedienen. Die Politik muss endlich handeln und alles tun, um ein NPD-Verbot voranzutreiben."

Die DGB-Jugend ist ebenfalls für ein Verbot der NPD, siehe unsere Rubrik Gegen Rechts


Berichte (Auswahl):
http://www2.dgb-jugend.de/w/gfx/small/dgbjugend/publikationen/draussen2.jpgImmer wieder versuchen Rechtsextreme, auf öffentlichen Veranstaltungen die Meinungsführerschaft zu übernehmen. Doch wie können solche Störungen verhindert werden? Hierzu hat die DGB-Jugend ein Faltblatt herausgebracht.

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