(dgb-jugend, 15. April 2011) Die NPD ruft ihre Anhängerschaft auf, sich als Interviewer
für die Volkszählung zu melden.
Am 9. Mai 2011 findet in Deutschland eine Volkszählung statt. Das Thema Datenschutz - der von manchen ExpertInnen eh schon als löchrig eingeordnet wird -, erlangt nun eine Aufmerksamkeit der besonderen Art: Die rechtsextreme NPD ruf ihre SympathisantInnen dazu auf, sich als ehrenamtliche HelferInnen, deren Zahl mit 80.000 veranschlagt werden, zu melden.
Die NPD verspricht sich durch eine Unterwanderung der
Volkszählung, mehr über "politische Stimmungen im Lande" zu erfahren -
und Linke ausforschen zu können. In einem Aufruf heißt es: "Der besondere Reiz solcher Haushaltsbefragungen liegt darin, dass man
auch Eindrücke von den persönlichen Lebensverhältnissen des einen oder
anderen 'Antifaschisten' bekommen kann."
Ausgewählte Presseberichte "Bild""
Sächsische Zeitung"
"taz"
RechtstippEinen Service der besonderen Art bietet das Online-Portal "
Anwalt.de": Was geht und was nicht geht aus juristischer Sicht in Sachen Volkszählung ist hier übersichtlich dargestellt.