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Anton-Schmaus-Haus Berlin-Neukölln
Erneut Brandanschlag verübt
(dgb-jugend, 10. November 2011) Erneut wurde im November 2011 ein Brandanschlag auf das Neuköllner Falken-Haus verübt.
Am frühen Morgen des 9. November 2011, dem Jahrestag der Reichspogromnacht, wurde zum wiederholten Male ein Brandanschlag auf das Anton-Schmaus-Haus der Neuköllner Falken verübt. In dem Haus fanden bis Sommer 2011 auch Veranstaltungen der DGB-Jugend statt.
Bereits in der Nacht zum 27. Juni des Jahres haben vermutlich Rechtsextremisten das Haus, in dem nur einen Tag zuvor eine Kindergruppe übernachtete, in Brand gesteckt und dabei erheblichen Sachschaden verursacht (Artikel siehe hier). Der Brand
im Juni habe einen Schaden von 120.000 Euro angerichtet, sagt Mirjam Blumenthal, politische Referentin bei der DGB-Jugend. "Diesmal dürfte der Schaden ähnlich hoch sein."
Der Bezirk stellt für die Aktivitäten des Hauses derzeit ein Ausweichquartier zur Verfügung. Das Haus sollte am 4. Dezember wiedereröffnet werden. Die Arbeiten zur Instandsetzung waren noch in vollem Gange. Der Schaden ist erneut erheblich und macht die Nutzung für längere Zeit unmöglich.
Karsten Thiemann, Vorsitzender der SJD - Die Falken Berlin-Neukölln, erklärt hierzu: "Wir sind entsetzt über die Brutalität und Rücksichtslosigkeit der Rechtsextremisten und über die offensichtliche Hilflosigkeit der Politik. Um demokratische Kinder- und Jugendarbeit zu verhindern, scheuen die Verbrecher nicht davor zurück, Menschenleben zu riskieren, im Gegenteil: Sie nehmen Verletzung und Tod bewusst in Kauf. Nichts aber auch gar nichts unterscheidet die Neo-Nazis von heute von den Brandstiftern des 9. November 1938."
SPD und CDU fordert er nachdrücklich auf, in den Berliner Koalitionsverhandlungen konkrete Schritte zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und zur Stärkung demokratischer Jugendarbeit zu beschließen. Dazu brauche es mehr als nur Lippenbekenntnisse.
"Wir werden unsere Arbeit für die Demokratie und eine gerechtere Gesellschaft nicht aufgeben", so Thiemann weiter. "Diese Arbeit wird weiterhin gewaltfrei bleiben, aber wir brauchen endlich klare Signale und Maßnahmen der Politik, die beweisen, dass der Staat nicht länger bereit ist, den Nazi-Terror hinzunehmen.
Die Falken haben zu Spenden aufgerufen. Hier die Kontoverbindung:
SJD-Die Falken KV Neukölln
Postbank Berlin
BLZ: 100 100 10
Konto: 560 79 106
Zweck: Soforthilfe ASH
Kontakt: Mirjam Blumenthal 0160/743 26 84