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Anti-Rassismus-Wettbewerb

Gewinner kommen aus Gifhorn

(dgb-jugend, 11.12.07) Der Verein "Mach meinen Kumpel nicht an!" hat in diesem Jahr zum dritten Mal die besten Beiträge von Jugendlichen zum Thema Antirassismus ausgezeichnet. Gewonnen hat die Jugendwerkstatt Gifhorn. Auf den Plätzen 2 und 3 landeten Azubis der Stadtverwaltung München und Berufsschüler der Richard-Müller-Berufsschule in Fulda.

Guntram Schneider, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Nordrhein-Westfalen hat die Preise am 10. Dezember 2007 vor zahlreichen Zuschauern im Hans-Böckler-Haus in Düsseldorf verliehen. Schirmherr Armin Laschet, Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen hielt die Laudatio.

Der Verein "Mach meinen Kumpel nicht an!" engagiert sich schon seit über zwanzig Jahren gegen Rassismus und tritt für die Gleichberechtigung von Migranten und Migrantinnen in der Arbeitswelt ein.

Der Verein, den die DGB-Jugend tatkräftig unterstützt, hatte zu Beginn des Jahres Berufsschüler oder Schüler anderen Einrichtungen der beruflichen Bildung sowie Azubis in Betrieben und Verwaltungen aufgerufen, Beiträge zum Thema Antirassismus oder Rechtsextremismus einzureichen, um damit das Bewusstsein der Jugendlichen für das Thema Antirassismus, insbesondere im Betrieb oder in der Schule zu schärfen.

Was für Beiträge das sind, ob nun Songs, Plakate, Filme, Logos, Reportagen, Fotostories, das war jedem überlassen. Insgesamt kamen über 30 Beiträge beim Verein an. Am besten fand die Jury, bestehend aus dem Vorstand und der Geschäftsführung des Vereins sowie Antonia Kühn von der DGB-Jugend Nordrhein-Westfalen, den Beitrag der Jugendwerkstatt Gifhorn, die sich über 1000 Euro Preisgeld freuen dürfen.

In der Jugendwerkstatt sollen etwa 200 Jugendliche und Erwachsene Zugang zur Arbeitswelt finden. Sie haben für den Wettbewerb einen Film gedreht - in Eigenregie. Die Geschichte handelt von einem Menschen, der an seinem Arbeitsplatz aufgrund seiner Herkunft 'angemacht' wird, doch einige Kollegen verteidigen ihn. Der Teamleiter schreibt: "Ich habe selten eine Gruppe erlebt, die so selbstständig und mit so viel Spaß und Engagement an einem Projekt mitgearbeitet hat." Der Film kann voraussichtlich ab Februar 2008 ausgeliehen werden. Siehe dazu
www.migration-online.de

Für Antonia Kühn war der Wettbewerb in diesem Jahr ein voller Erfolg: "Besonders beeindruckt hat mich, dass diese jungen Menschen unabhängig von ihren Ressourcen superkreativ an die Themen Rechtsextremismus, Diskriminierung und Rassismus herangegangen sind. Dabei waren alle Beiträge – von der Stadtverwaltung bis zur Antifa-Jugendgruppe – äußerst engagiert und zeugten von großer Zivilcourage – in ganz unterschiedlichen Formen."

Hier die komplette Liste der Gewinner und die Begründung der Jury.
Im kommenden Jahr gibt es übrigens wieder einen Wettbewerb. Infos dazu werden wir auf unserer Website bekannt geben. Siehe aber auch
www.gelbehand.de