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Bundestagswahl 2009
Gute Ausbildung

Gute
Bildung ist wichtig, denn nur mit ausreichend Fachwissen und relevanten
praktischen Erfahrungen haben wir die Chance, auf dem Arbeitsmarkt der
Zukunft zu bestehen. Der globale Arbeitsmarkt verlangt nach
qualifizierten Fachkräften. Wer keinen Ausbildungsplatz findet oder nur
eine mangelhafte Ausbildung durchläuft, hat es auf dem Arbeitsmarkt
schwer. Daher steht die Gewerkschaftsjugend für ein Bildungssystem,
dass alle Menschen gemäß ihrer individuellen Stärken und Potentiale
fördert – unabhängig von familiärem Hintergrund oder sozialer Herkunft.
Deshalb fordern wir: Ein Grundrecht auf Ausbildung, eine
Ausbildungsplatzumlage, Hände weg vom Jugendarbeitschutzgesetz, faire
Bedingungen für Studierende und faire Praktika.
Das sagen die Parteien zum Thema "Gute Ausbildung.":
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Gute Ausbildung
Ausbildungsplätze
Union:
Neue Ausbildungsplätze sind das vorrangige Ziel
von CDU und CSU. Um zu erreichen, dass jeder junge Mensch einen
Ausbildungsplatz erhält, setzt die Union auf die Fortführung des
Ausbildungspaktes mit der Wirtschaft.
SPD:
Die SPD will den Ausbildungspakt weiterentwickeln und
bleibt beim Ausbildungsbonus für Jugendliche, die schon länger eine
Lehrstelle suchen. Sie fordert eine Berufsausbildungsgarantie in
außerbetrieblichen Ausbildungsangeboten für alle, die älter als 20
Jahre sind und weder Berufsabschluss noch Abitur haben.
Den
Übergang von der Schule zum Arbeitsleben will die SPD neu ordnen und
aus Warteschleifen übersichtliche Wege von der Schule in die
Ausbildung machen.
FDP:
Zu dem Thema Ausbildungsplätze macht die FDP keine Aussagen in ihrem Wahlprogramm.
Linke:
Ziel der Linken ist ein auswahlfähiges
Ausbildungsangebot im dualen System, das durch die
Ausbildungsplatzumlage realisiert werden soll.
Grüne:
Die Grünen stehen für die Umsetzung des Rechts auf
einen Ausbildungsplatz, indem das duale System um überbetriebliche
Zentren erweitert werden soll.
Die Ausbildungskosten sollen durch Umlagesysteme zwischen ausbildenden und nicht ausbildenden Betrieben verteilt werden.
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Gute Ausbildung
Ausbildungsqualität
Union:
Die Union hält am dualen System fest, welches
durch die kontinuierliche Fortentwicklung der Ausbildungsberufe an
veränderte wirtschaftliche und technologische Anforderungen anpasst
werden soll.
SPD:
Die SPD steht zum dualen System und möchte die
Ausbildungsberufe modernisieren. Dabei soll die betriebliche
Ausbildung, die mit einem akademischen Studium verbunden ist, weiter
ausgebaut werden.
FDP:
Die FDP möchte die duale Berufsausbildung flexibler und
modular aufgebaut gestalten durch berufsfeldbreite Grundmodule und
durch Kernmodule, in denen berufstypische Inhalte vermittelt werden.
Jugendliche
mit Lernschwierigkeiten sollen sich durch den Abschluss von
zertifizierten Ausbildungsmodulen nachträglich qualifizieren können.
Linke:
Die Linke will eine gute Ausbildung sichern. Dazu
zählen für sie u. a. die tarifliche Vereinbarung der
Ausbildungsentgelte sowie die Gleichstellung von außer- und
überbetrieblichen Ausbildungen mit den betrieblichen. So genannte
Schmalspurausbildungen und Warteschleifen sollen abgeschafft werden und
die Qualität durch eine Reformierung in den Mittelpunkt gestellt werden.
Die Linke möchte den Jugendarbeitsschutz ausbauen.
Grüne:
Die Berufsausbildung soll durch eine Modularisierung
flexibler gestaltet werden. Abschlüsse von vollschulischen Ausbildungen
sollen von den Kammern bundesweit anerkannt werden. Durch zusätzlichen
Unterricht soll während der Ausbildungszeit das Fachabitur erreicht
werden können. Jugendliche mit Lernschwierigkeiten sollen ihre
Ausbildung verlängern können und durch begleitende Hilfen unterstützt
werden.
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Gute Ausbildung
Praktikum
Union:
Zu dem Thema Praktikum machen CDU und CSU keine Aussagen in ihrem Wahlprogramm.
SPD:
Die SPD will eine rechtlich bessere Absicherung von
PraktikantInnen gegen deren Ausnutzung als billige oder gar kostenlose
Arbeitskräfte.
FDP:
Zu dem Thema Praktikum macht die FDP keine Aussagen in ihrem Wahlprogramm.
Linke:
Die Linke fordert eine klare gesetzliche Abgrenzung
von Arbeits- und Lernverhältnissen. Berufseinstiege sollen über
reguläre Arbeitsverhältnisse gesichert werden. Praktika sollen mit
mindestens 300 Euro pro Monat vergütet werden.
Grüne:
Die Grünen fordern ein faires Praktikum als
Ausbildungsver-hältnis. Sie stehen für gesetzliche Mindeststandards
wie für einen Praktikumsvertrag, einer Bezahlung von mindestens 300
Euro monatlich, einen Anspruch auf Urlaub und auf eine zeitliche
Begrenzung.

Gemeinsam gewinnen durch:
Zusammenhalten!
Gewerkschaftlich engagieren!
Wählen gehen!