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Bundestagswahl 2009

Gute Arbeit

http://www2.dgb-jugend.de/w/gfx/small/bundestagswahl09/090728ffs_polaroid_gute_arbeit.pngSicherheit und Planbarkeit sind Grundlagen für gute Arbeitsverhältnisse. Die Realität sieht oft anders aus. Der Einstieg in das Berufsleben erfolgt immer häufiger über befristete, schlecht bezahlte und unsichere Jobs, wie unbezahlte Praktika, Leiharbeit… Junge Menschen brauchen aber auch eine Perspektive. Daher fordern wir und kämpfen für: Arbeitsverhältnisse mit angemessenem Einkommen, tarifvertragliche Absicherungen, Mitbestimmung in Unternehmen, für einen guten Einstieg in das Berufsleben, für die Übernahme aller Auszubildenden, für gleiches Geld für gleiche Arbeit und für Weiterbildung und Aufstiegschancen.

Das sagen die Parteien zum Thema "Gute Arbeit":


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Gute Arbeit

Mindestlohn


Union:

CDU und CSU sind gegen die Einführung eines einheitlichen, gesetzlich geregelten Mindestlohns. Sie sind für ein Mindesteinkommen: eine Kombination aus fairen Löhnen und ergänzenden staatlichen Leistungen. Das Mindestarbeitsbedingungsgesetz soll dort greifen, wo keine Tarifbindung vorhanden ist.

SPD:
Die SPD steht für die Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns mit einer Orientierungsmarke von 7,50 Euro.

FDP:
Die FDP spricht sich gegen die Einführung von Mindestlohnmodellen aus. Sie steht für ein Bürgergeld, das ausgleichend zu Niedriglöhnen gezahlt werden soll.

Linke:
Die Einführung eines flächendeckenden und existenzsichernden Mindestlohns von 10 Euro ist Ziel der Linken. Branchenbezogene höhere tarifliche Mindestlöhne sollen für allgemeinverbindlich erklärt werden.

Grüne:
Die Grünen wollen einen Mindestlohn von mindestens 7,50 Euro. Davon sollen höhere Mindestlöhne in anderen Branchen unberührt bleiben.


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Gute Arbeit

Leiharbeit


Union:
Zu dem Thema Leiharbeit machen CDU und CSU keine Aussagen in ihrem Wahlprogramm.

SPD:
Die SPD will Leiharbeitsverhältnisse rechtlich besser absichern. Nach einer angemessenen Einarbeitungszeit soll für die Arbeit in demselben Unternehmen der Grundsatz „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ gelten.

FDP:
Zu dem Thema Leiharbeit macht die FDP keine Aussage in ihrem Wahlprogramm.

Linke:
Die Linke will Leiharbeit bei einer maximalen Ausleihdauer von 6 Monaten strikt begrenzen. Leiharbeiter sollen gleiche Arbeitsbedingungen und gleichen Lohn erhalten.

Grüne:

Die Grünen wollen eine komplette Mitbestimmung des Betriebsrates beim Einsatz von LeiharbeiterInnen. LeiharbeiterInnen sollen vom ersten Tag an wie die Stammbelegschaft behandelt und bezahlt werden.


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Mitbestimmung


Union:

Zu dem Thema Mitbestimmung machen CDU und CSU keine Aussagen in ihrem Wahlprogramm

SPD:
Für die SPD ist die Mitbestimmung ein wichtiger Grundpfeiler der sozialen Marktwirtschaft.
Die SPD will die Mitbestimmung bei Fragen der Ausbildung und Weiterbildung im Betrieb ausbauen. Den Betriebsräten soll ein Mitbestimmungsrecht verschafft werden, damit sie in ihrem Betrieb mehr Ausbildungs-plätze durchsetzen können.
Die SPD will die Mitbestimmung beim Einsatz von Zeitarbeit weiter stärken.

FDP:
Die FDP möchte die betriebliche Mitbestimmung begrenzt wissen und die gesetzlich vorgegebene Zahl der Betriebsratsmitglieder deutlich reduzieren. So soll beispiels-weise ein Betriebsrat in einem Unternehmen erst ab 20 Beschäftigten gebildet werden können.
Außerdem möchte die FDP die paritätische Mitbestimmung durch eine Drittelparität für Gewerkschaften ersetzen.

Linke:

Die Linke steht für den Ausbau der Mitbestimmung. Sie möchte die Beteiligung von abhängig Beschäftigten und ihren Gewerkschaften an wesentlichen Unternehmensentscheidungen stärken.
Sie möchte die Rechte von Gewerkschaften und Betriebsräten verbessern, den ‚Antistreikparagraphen’ abschaffen, das Streikrecht auf Übernahmen und Verlagerungen von Unternehmen ausweiten und ein Verbandklagerecht für Gewerkschaften zum Schutz geltender Tarife einführen sowie das Recht auf politischen Streik durchsetzen.

Grüne:
Die Grünen wollen die Arbeitnehmerseite in Zukunft bei Entscheidungen über große Unternehmensumstrukturierungen stärken
Betriebsräte sollen über den Einsatz von LeiharbeiterInnen mitbestimmen können.
Für alle Unternehmen ab 1.000 Beschäftigte soll die paritätische Mitbestimmung gelten. Bei 200 – 1.000 MitarbeiterInnen soll die drittelparitätische Mitbestimmung gelten.


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Wir empfehlen:

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Gemeinsam gewinnen durch:

Zusammenhalten!
Gewerkschaftlich engagieren!
Wählen gehen!







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Wir sind dran!


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