(dgb-jugend, 26. November 2008) Herrschaftszeiten, die Hochschulrektorenkonferenz will - überall wo noch nicht passiert - den Beginn des Winter- und Sommersemsters vorverlegen, also von Oktober auf September und von April auf März.
Begründung: Die Uhren an europäischenund nordamerikanischen Unis ticken nun mal anders, da muss man sich anpassen. Überall in Deutschland und in der westlichen Welt soll das Semester im gleichen Monat beginnen, damit die Studierenden und Lehrenden sich heute hier, morgen da einschreiben können, ohne Zeit zu verschwenden. Sogar die deutschen Abiturtermine sollen aus diesem Grunde vorverlegt werden. The times they are a changing.
Nein! Einspruch erhebt Professor Doktor Albrecht Koschorke, Literaturwissenschaftler an der Konstanzer Uni. Und sehr lyrisch klingt auch sein "Aufruf gegen die Verschiebung der Semesterzeiten in Deutschland" (siehe
www.aktion-semesterzeiten.de). Die Unterstützer finden es gerade gut, dass es so zeitungleich zugeht, denn nur so ist es für Akademiker möglich, den normalen Betrieb an anderen Unis mitzubekommen, ohne zuhaus etwas zu verpassen.