(dgb-jugend, 18. März 2008) Zur besonderen Lebens- und Studiensituation der rund 123.000
Studierenden mit Kind in der Bundesrepublik liegt seit 11. März ein Sonderbericht
aus der 18. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks vor.
Das
Studium der studentischen Eltern verläuft nach Interpretation des Deutschen Studentenwerkes weit weniger reibungslos als
das ihrer kinderlosen Mitstudierenden. Studierende mit Kind
unterbrechen ihr Studium viermal häufiger als kinderlose Studierende,
Frauen häufiger als Männer. Die Unterbrechung dauert im Schnitt fünf
Semester. Mehr als die Hälfte der studentischen Eltern ist nebenher
erwerbstätig; sie studieren länger und sind mit durchschnittlich 30
Jahren deutlich älter als Studierende ohne Kind. Jede vierte
studentische Mutter ist alleinerziehend.
Für den Präsidenten des Deutschen
Studentenwerks, Professor Doktor Rolf Dobischat, sind die Ergebnisse des
Sonderberichts "ein klarer Handlungsauftrag" an die Politik, die
Hochschulen und die Studentenwerke, bessere Rahmenbedingungen zu
schaffen, damit das Studium mit Kind leichter wird.
Pressemitteilung des StudentenwerkesStudie zum DownloadSiehe auch unsere Rubrik
Studieren mit Kind