(dgb-jugend, 23. Januar 2009) Alexander Dobrindt ist bildungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag und er hat Post bekommen - von DGB-Bundesjugendsekretär René Rudolf. Dobrindt hatte nämlich gesagt, dass man sich angesichts des jüngsten Urteils zugunsten eines Praktikanten (siehe unsere Meldung
"Erfolg für Praktikantinnen") keine Sorgen machen muss, dass Praktikanten schutzlos sind. Also alles okay?
René Rudolph ist da anderer Ansicht und hat in den Brief geschrieben: "Ich persönlich gehe nicht davon aus, dass der Jugendliche, um den es in der Kieler Arbeitsgerichtsentscheidung geht, geklagt hätte, wenn er den Ausbildungsplatz, der ihm in Aussicht gestellt wurde, bekommen hätte. Das heisst, Missbrauch von Praktika muss oft
hingenommen werden, um die eigene Zukunft nicht zu gefährden."
Dass dieser Missbrauch massenhaft stattfindet und die "Praktikumsgeber" selten Skrupel, geschweige denn Angst vor einem Prozess haben - das beweisen viele Einträge im "Praktikumscheck" der DGB-Jugend. Beispiele:
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"Man kann dies nicht als Praktikum bezeichnen. Hier werden bezahlte Mitarbeiter eingespart. Nicht zu empfehlen! Egal in welchem Bereich man ist, man ersetzt überall vollständige Arbeitskräfte und lernt nix!"
- "Die Arbeitsbelastung war sehr hoch. Mein Praktikum hat eine Vollzeitstelle ersetzt."
- "Statt wie eine Praktikantin habe ich mich eher wie eine Hilfskraft gefühlt."
(alle entnommen aus dem
Praktikumscheck der DGB-Jugend)
Also doch nicht alles okay, Herr Dobrindt?
Die Pressemitteilung von Alexander Dobrindt, zu finden unter
www.cducsu.de/...Zum Download: