(dgb-jugend, 20. Mai 2008) Nachdem lange die Richtlinien der Tarifgemeinschaft deutscher Länder für die Löhne von Studierenden, die nebenher an der Uni jobben (auch Hilfswissenschaftler, kurz Hiwis, oder studentische Beschäftigte genannt, siehe Übersicht
Ost und
West, beides PDF), gegolten haben, entscheidet offenbar mittlerweile jedes Bundesland - oder gar jede Hochschule - selbst, was angemessen ist.
Jüngstes Beispiel Hessen: Die Frankfurter Goethe-Universität erhöht zum Oktober die Vergütungen für ihre studentischen Beschäftigten. Das berichtet die Frankfurter Rundschau auf ihrer Website. Der Stundenlohn für studentisch Beschäftigte steigt von 8,02 auf 8,50 Euro, wissenschaftliche Beschäftigte verdienen künftig 13,50 Euro statt bisher 12,69 Euro. Für Master-Studierende mit Bachelor-Abschluss, eine neue Kategorie von Beschäftigten, sieht die Regelung einen Stundensatz von 10 Euro vor.
Die Vergütungen waren zuletzt 1993 erhöht worden. Gemeinsam mit dem Allgemeinen Studierendenausschuss der Universität hatten sich die "Hiwis" deshalb erst vor wenigen Wochen zu einer Initiative zusammengeschlossen.
Andere Beispiele für Stundensätze für studentisch Beschäftigte
Um die Arbeitsbedingungen von studentischen Beschäftigten zu verbessern, haben die Juso-Hochschulgruppen auf ihrem ersten Bundeskoordinierungstreffen die Kampagne
"Ihr macht Gute Arbeit!" ins Leben gerufen. Die Juso-Hochschulgruppen fordern einen studentischen Tarifvertrag, der Löhne nicht unter 11 Euro und vernünftige Arbeitsbedingungen ermöglicht.
Siehe auch
www.tarifini.de und unsere Rubrik
Jobben an der Uni