(dgb-jugend, 20. Oktober 2008) Die Hochschulrektoren-Konferenz (HRK) hat neue Zahlen vorgelegt. Zum Wintersemester 2008/2009 sind 75 Prozent aller Studiengänge an deutschen Hochschulen auf Bachelor- oder Masterabschlüsse umgestellt. Klingt gut, ist es aber nicht. Unter anderem, weil die neuen Studiengänge zu Unselbständigkeit führen.
Das sagt zumindest Andreas Keller von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW): "Die Kolleginnen und Kollegen beklagen zu Recht eine Verschulung und Verdichtung des Studiums durch zu viele Prüfungen, Klausuren und Anwesenheitskontrollen. Auch ein Bachelor- und Masterstudium muss studierbar sein und die Freiheit des Studiums respektieren."
Aus GEW-Sicht muss an der Richtung etwas geändert werden, aber auch an der Geschwindigkeit: "Die GEW fordert erstens eine Entschleunigung des Prozesses. Bund und Länder müssen den unnötigen Zeitdruck aus der Umstellung der Studiengänge herausnehmen - Qualität von Studium und Lehre sowie Partizipation der Betroffenen gehen vor Tempo", so Keller.
Siehe Pressemitteilung der GEW, zu finden unter
www.gew.de/... Siehe auch Pressemitteilung der HRK, zu finden unter
www.hrk.de/...Neueste Zahlen zum Bachelorstudium liefert eine Absolventenstudie aus der Uni Konstanz. Fazit: Studiendauer wird von jedem zweiten Studierenden überschritten, die Abbrecherquote ist alles andere als niedrig und sieben Monate nach Studienende hat nur die Hälfte der Absolventen einen Job. Klassenziel nicht erreicht.
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