Top
Neue Studi-Studie
Kuscheln in, Karriere out
(dgb-jugend, 18. September 2008) Kuscheln ist in, Karriere ist out. So könnte man die neue Studie des Hochschulinformationssystems "Glück und Zufriedenheit Studierender - Online-Befragung Studierender im Sommersemester 2008" zusammenfassen.
6000 Antworten hat die Autorin Janka Willige bekommen. Sie schreibt: "Familie und Partnerschaft werden zentraler, berufliche Ziele dagegen weniger wichtig. Dies ist das überraschende Ergebnis der Studie. Die berufsbezogenen Ziele 'in fachlicher Hinsicht Überdurchschnittliches leisten', 'eine leitende Funktion zu übernehmen' und 'Anerkennung im Beruf erwerben', werden als weitaus weniger wichtig erachtet als noch vor 5 Jahren."
Und was sagt uns das? Dass sich Studierende nicht mehr viel vom Berufsleben versprechen? Ganz im Gegenteil: "Die Berufsaussichten werden von den Studierenden 2008 deutlich positiver eingeschätzt als noch vor zwei Jahren. Im Vergleich zu den Befunden einer weiteren HISBUSStudie aus dem Jahr 2006 ist heute eine insgesamt deutlich optimistischere Sicht auf die beruflichen Perspektiven feststellbar. Vor zwei Jahren beurteilten lediglich 53% der Studierenden die Berufsaussichten für Studienabsolvent(inn)en als (sehr) gut; im Jahr 2008 sind es mit 71% anteilig deutlich mehr."
Und warum dann doch das Glück im Privaten suchen und nicht im Beruflichen?
Die Autorin liefert die Antwort: " ... eine erwartete größere Sicherheit (durch einen sicheren Job, Anmerkung der Redaktion) erlaubt es möglicherweise, verstärkt weitere Ziele (nämlich im Privaten, Anmerkung der Redaktion) in den Blick zu nehmen."
Bliebe nur zu fragen, warum der Arbeitsmarkt so gut eingeschätzt wird. Da aber schweigt die Studie.