(dgb-jugend, 8. Juni 2009) Die Regierungschefs von Bund und Ländern haben die Mittel für das Wissenschaftspaket frei gegeben. Damit gibt es nicht nur grünes Licht für den "Hochschulpakt II" (275.000 zusätzliche, aber nicht ausfinanzierte Studienplätze), sondern auch für "Exzellenzinitiative II" (Förderung der Spitzenforschung an wenigen Exzellenzuniversitäten) und für die Fortsetzung des "Pakts für Forschung und Innovation" (jährlich 5 Prozent mehr Mittel für die Wissenschafts- und Forschungsorganisationen).
Dennoch ist das kein Grund zum Jubeln meint die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW): "275.000 zusätzliche Studienplätze decken zwar die zusätzliche Nachfrage der geburtenstarken Jahrgänge der neunziger Jahre und der doppelten Abiturjahrgänge ab. Wenn wir aber die im internationalen Vergleich sehr niedrige Studienanfängerquote von unter 40 Prozent deutlich steigern wollen, brauchen wir mindestens 370.000 zusätzliche Studienplätze. Dem 'Hochschulpakt II' muss daher so bald als möglich ein 'Hochschulpakt III' folgen, der einen bedarfsgerechten Ausbau der Hochschulen sicherstellt." Kompletet Stellungnahme der GEW siehe
www.gew.de/...
Auch beim freien zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) äußert man sich kritisch: "Ein grundsätzliches Problem des Programmes ist die mangelnde
Nachhaltigkeit. Da die Finanzierung nur für 5 Jahre festgeschrieben
ist, haben Hochschulen nicht die Möglichkeit, langfristig zusätzliche
Kapazitäten aufzubauen und neue Stellen zu schaffen. Der Hochschulpakt
II bleibt eine Notlösung, um versäumte Investitionen kurzfristig zu
korrigieren." Komplette Stellungnahme siehe
www.fzs.de/...Siehe auch unsere Rubrik
Studiengebühren