(Andreas Schackert, 16. November 2010) In London haben in der letzten Woche tausende Studierende gegen die geplante Erhöhung der Studiengebühren protestiert. Die britische Regierung, die ihren Haushalt derzeit an allen erdenklichen Stellen zusammenstreicht, hatte zuvor angekündigt, die Studiengebühren von derzeit höchstens 3.200 auf bis zu 9.000 Pfund (ca. 10.440 Euro) pro Studienjahr zu erhöhen. Hintergrund ist die hohe Verschuldung des Landes in Folge der Bankenkrise. Die im Mai eingesetzte Regierung will nun in den kommenden Jahren im Staatshaushalt 81 Milliarden Pfund einsparen.
Die DGB-Jugend erklärt sich mit den protestierenden Studierenden solidarisch: "Für viele Studierende sind Studiengebühren eine zusätzliche Belastung und führen in die Verschuldung. Selbst in Deutschland, wo sie nur einen Bruchteil dessen betragen, was im Vereinigten Königreich üblich ist, halten sie nachweislich junge Menschen aus einkommensschwachen Familien vom Studium ab. Das ist zugleich unsozial und Irrsinn - denn diese potenziellen Studierenden sind die fehlenden Fachkräfte von morgen", erklärt Sabrina Klaus-Schelletter, bei der DGB-Jugend für Studierendenarbeit zuständig.
Der DGB kämpft mit den aktuellen Herbstaktionen für soziale Gerechtigkeit - gerechte Bildungschancen gehören dazu. Sabrina Klaus-Schelletter: "Studiengebühren gehören abgeschafft - in Deutschland genauso wie in Großbritannien und anderswo."
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