(dgb-jugend, 16.2.08) Das haben die Gebührenfans jetzt davon. Wer zahlt, darf für sein Geld auch etwas verlangen, und wie im Restaurant darf der Studierende seit Einführung der Studiengebühren meckern, wenn ihm die Vorlesung nicht schmeckt.
Und so wie der Gast seine Suppe zurück gibt, gibt der Student eben Auskunft. Im jüngsten Fall dem Hochschulinformationssystem. Das wollte nämlich von 22.000 Studierenden an 150 Hochschulen wissen, wie es denn so ist an deutschen Unis in Zeiten des kostenpflichtigen Studiums.
Ergebnis der repräsentativen und erstmals erhobenen Studie: Vier von fünf Studis können keine Verbesserung, allenfalls eine Verschlechterung der Studienqualität erkennen.
Lehramtsstudierende sind mit Abstand am wenigsten zufrieden. Sei es mit der Ausstattung der Räume, dem Engagement der Lehrenden, dem Praxisbezug der Ausbildung oder der Organisation der Lehre – an allen Hochschulen sind die Lehrer in spe unzufrieden.
Übrigens: Der Vergleich von zahlenden und noch nichtzahlenden Studierenden ergab: Wer zahlt, ist unzufriedener als Nichtzahler.
Im nächsten Jahr soll es wieder eine Untersuchung geben.
Die Studie und die Pressemitteilung des Hochschulinformationssystems ist zu finden unter
http://his.de/presse/... Siehe auch unsere
Rubrik Studiengebühren