(dgb-jugend, 31. Oktober 2008) Studiengebühren schrecken ab. Dies wurde nun durch eine wissenschaftliche Studie des Hochschul-Informations-Systems (HIS) bestätigt.
Die Studie, die im Auftrag des Bundesbildungsministerin durchgeführt wurde, ist das Resultat einer repräsentativen Befragung von 5240 Studienberechtigten im Jahre 2006. Von hinten aufgezäumt richtet sich ein Großteil der Studienberechtigten 2006 mit seinen Aussagen gegen Studiengebühren. Und das nicht ohne Grund: So verzichteten laut Studie 6.000 Befragte des Jahrgangs 2006 wegen der Gebühren darauf, ein Studium aufzunehmen. Zwar ließ sich ein Hochschulwechsel wegen Studiengebühren in großem Umfang nicht feststellen, dennoch bilden finanzielle Restriktionen „eine zentrale Motivgruppe unter den Gründen, die von Aufnahme eines Studiums abhalten." Die Auswirkungen von Studiengebühren variieren nach Geschlecht, Abschlussnote, dem höchsten beruflichen Abschluss der Eltern, der regionalen Herkunft sowie der subjektiven Einschätzung der Berufsaussichten für Akademiker/innen. "Frauen und Studienberechtigte aus den ostdeutschen Ländern reagieren hinsichtlich der Realisierung ihrer ursprünglichen Studienpläne sensibler auf die Einführung allgemeiner Studiengebühren", heißt es in der Zusammenfassung der Studie.
Die finanzielle Mehrbelastung wird am häufigsten durch die Eltern getragen. 43% verdienen sich mit einem Job das nötige Geld, 11% haben eigens einen Studienkredit aufgenommen und 10% können auf eigene Ersparnisse zurückgreifen. Hier wird eutlich, dass die Abhängigkeit von den Eltern eine starke Hü+rde für Kinder aus bildungsfernen Schichten darstellt.
Die komplette Studie ist online verfügbar unter: http://www.his.de/pdf/pub_fh/fh-200815.pdf
Siehe auch
und aus der Diskussion vor der Veröffentlichung der Studie
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Wozu überhaupt Gewerkschaften - das fragt sich nicht nur mancher deutsche Arbeitgeber: "What have the unions ever done for us?" aus Australien jetzt mit deutschen Untertiteln! Eine deutsche Version gibts hier. Mehr Videos auf dem ver.di-Campus-Kanal aus dem Ruhrpott.