(dgb-jugend, 16. Dezember 2008) Ein Lichtblick im Reformdickicht der Bundesregierung: Das Elterngeld. Alles super. Denkt man. Erfunden um den Kindernotstand dadurch aufzuheben, dass man reiche Eltern zum Kinderkriegen lockt - mit Geld -, hat das Elterngeld allerdings das eben nicht geschafft, dafür aber offenbar Arme noch Ärmer gemacht, wie man beim Online-Dienst studis-online erfährt:
"Über die Hälfte der ElterngeldbezieherInnen (56%) bekam 2007 nur 500
Euro und weniger pro Monat. Hierbei handelt es sich um Eltern, die vor
der Geburt kein oder nur ein niedriges Einkommen hatten – häufig
Geringqualifizierte. Sie sind die VerliererInnen der Reform, da sie
durch die Verkürzung der Bezugsdauer von bisher 24 auf 12 (maximal 14
Monate) in der Summe weniger Geld erhalten. Als besonders vertrackt
erweist sich ein Detail der neuen Elternzeitregel: Eltern, die beide
nicht erwerbstätig sind, etwa weil sie studieren oder arbeitslos sind,
haben keinen Anspruch auf die Partnermonate. Mit der Verkürzung der
Bezugsdauer wird zwar der Anreiz – bei Eltern mit geringeren Einkommen
der Zwang – erhöht, möglichst schnell wieder erwerbstätig zu sein. Es
werden aber auch die Wahlmöglichkeiten in der Familienphase
eingeschränkt."
Der komplette Artikel ist zu finden unter
www.studis-online.de/... Siehe auch unsere
Rubrik Studieren mit Kind