(dgb-jugend, 3. März 2008) "Dumm und schuldenfrei ist keine gute Perspektive für unsere Gesellschaft." Dies sagte Ulrich Thöne, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
(GEW) angesichts der laufenden Verhandlungen zur zweiten Stufe der Föderalismus-Reform.
Damit die Verschuldung von Bund, Ländern und Kommunen von derzeit insgesamt 1,5 Billionen Euro (1.500.000.000.000) nicht mehr zunimmt, sollen unter anderem die Kreditaufnahme und Rückzahlung der Länder reglementiert werden.
Das hätte den Effekt, dass insbesondere bei Schule und Hochschule gespart wird. Doch das Bildungswesen sei jetzt schon chronisch unterfinanziert, so Thöne.
Die GEW schlägt alternativ einen "Stabilitätspakt für das Bildungswesen" vor. Bund
und Länder sollen sich mit diesem Pakt auf eine neue
Gemeinschaftsaufgabe Bildung verpflichten. In diesem Rahmen müssten die
Bildungsausgaben schrittweise auf rund sieben Prozent des
Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus öffentlichen Mitteln angehoben und
damit an das Niveau der im internationalen Vergleich führenden Nationen
herangeführt werden. "So könnte es gelingen, dass wir mit den
Ergebnissen des deutschen Bildungssystems wieder in die europäische
Spitzengruppe vorstoßen", sagte der GEW-Vorsitzende.
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