(dgb-jugend, 11.1.08) Laut einer neuen Studie der Techniker Krankenkasse gibt es einen Trend zur Verschreibung von Psychopharmaka an Studierende. Nahezu 40 Prozent der befragten Studierenden litten laut eigener Aussage an psychischen Leiden wie Nervosität, Konzentrationsschwierigkeiten und Stimmungsschwankungen; 16 Prozent der Befragten litten sogar an Depressionen. Die Gründe, die nach eigenem Empfinden der befragten Studierenden dafür verantwortlich seien, sind Zeitstress, Hektik, fehlende Rückzugsmöglichkeiten und ein fehlender Praxisbezug im Studium.
Für die DGB-Jugend ist der empfundene Stress nicht zuletzt Folge des Versuches der Uni-Leitungen, das Studium zu straffen. Dazu sagte Jessica Heyser, bei der DGB-Jugend zuständig für Jobber, Praktikanten und Studierende: "Insbesondere mit der Umstellung auf die Studienabschlüsse Bachelor und Master haben sich die Studienbedingungen stark verschlechtert. Für viele Studierende ist es einfach zu viel 'Vollzeit' in überlaufenden Studiengängen zu studieren und sich nebenbei noch den Lebensunterhalt zu verdienen. So kann leicht eine 60 bis 80 Stunden Woche entstehen."
Die Studienbedingungen müssten sich wieder verbessern. Dazu gehöre neben einer Entstraffung des Studiums auch eine bessere Betreuungssituation an den Unis und eine gesicherte Studienfinanzierung, so Heyser.
Siehe auch Artikel
Studiengang sorgt für Schwund.
Hier die Studie zum Download: