(dgb-jugend, 12. September 2008) "Wenn die Infrastruktur unseres Bildungssystems so gut wäre wie unsere
Verkehrsinfrastruktur, stünden wir im internationalen Vergleich
deutlich besser da." So kommentierte Ingrid Sehrbrock, DGB-Vize, die Ergebnisse der neuesten Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zum Thema Bildung.
Ihr zufolge stieg in der Bundesrepublik zwar der Anteil der Hoch- und Fachhochschulabsolventen in Deutschland zwischen 2000 und 2006 von 18 auf 21 Prozent je Jahrgang. Im OECD-Schnitt war jedoch im gleichen Zeitraum ein Anstieg des Graduiertenanteils von 28 auf 37 Prozent je Jahrgang zu verzeichnen. Besserung ist laut OECD nicht in Sicht. Studiengebühren, hohe Lebenshaltungskosten und immer mehr Zulassungsbeschränkungen an den Hochschulen schreckten hierzulande potenzielle Studienanfänger ab.
Sehrbrock: "Die OECD-Studie zeigt, dass mehr Investitionen in
Bildung notwendig sind, damit wir international aufschließen können.
Damit bestätigt die OECD im Trend unsere Berechnungen, wonach jährlich
29 Milliarden Euro öffentliche Mittel zusätzlich für das deutsche
Bildungssystem erforderlich sind."
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