(dgb-jugend, 5.2.08) Im Oktober 2008 steigt nach vielen Jahren ohne Anpassung an die Lebenshaltungskosten endlich das Bafög. Der Höchstsatz liegt dann bei monatlich 643 Euro statt bisher 585 Euro. Das ist nur gerecht, aber dennoch bleiben Studierende, die allein Bafög beziehen, in der "Armutszone". Diese beginnt nach EU-Definition bei einem Einkommen unter 781 Euro monatlich.
Insgesamt sind in Deutschland knapp 13 Prozent der Bevölkerung armutsgefährdet, wie die Umfrage "Leben in Europa 2006" ergab. Mit der Umfrage werden EU-weit vergleichbare Daten über Armut und soziale Ausgrenzung erhoben, für Deutschland war das Statistische Bundesamt zuständig.
Die Armutsgefährdungsquote lag 2005 in den neuen Ländern und Berlin bei gut 15 Prozent, im früheren Bundesgebiet bei knapp unter 12 Prozent. Die Armutsgefährdungsquote ist nach EU-Definition der Anteil der Personen, der mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der gesamten Bevölkerung auskommen muss
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