Top
Studienabbrecher
Bachelor nicht jedermanns Typ
(dgb-jugend, 15.2.08) So hatte man sich das nicht vorgestellt mit dem neuen Studiengang Bachelor. Er sollte der europäische Universalabschluss sein, nah an der Praxis und schnell zu erreichen. Und er sollte die Quote der Studienabbrecher senken.
Doch nach einer Untersuchung des Hochschulinformationssystems (siehe Studie unten) ist folgendes passiert: Das Gegenteil.
Die Quote der Studienabbrecher an allen deutschen Hochschulen und auf alle Studiengänge bezogen liegt 2006 bei 20 Prozent, bei Studiengängen mit Bachelor-Abschluss liegt sie allerdings bei 23 Prozent. An Fachhochschulen hörten sogar 40 Prozent der Bachelor-Studenten auf.
Die Experten sind jetzt am Rätseln woran es liegt, dass der Bachelor nicht jedermanns Typ ist. Handelt es sich um einen irreparablen Geburtsfehler oder eine Kinderkrankheit, die vorübergeht? Offenbar ist eine Ursache für den frühzeitigen Ausstieg die hohe Arbeitsbelastung und das große Pensum. Wer nebenbei noch jobben muss, hat es schwer.
Hier die Studie des Hochschulinformationssystems:
Die Entwicklung der Studienabbruchquote
(PDF, 191 kB,
hier veröffentlicht am 15.02.2008)
an den deutschen Hochschulen. Ergebnisse einer Berechnung des Studienabbruchs auf der Basis des Absolventenjahrgangs 2006. Autor: Ulrich Heublein/Robert Schmelzer/Dieter Sommer (hier veröffentlicht am 15. Februar 2008)
Das deutsche Studentenwerk warnt angesichts dieser Ergebnisse davor, die BAchelorstudiengänge zu überfrachten. Die Pressemitteilung ist hier zu finden.
Siehe auch:
Siehe Artikel anderer unter:
www.tagesschau.dewww.zeit.de