(dgb-jugend, 7. Juli 2008) 70 Prozent der betroffenen deutschen Studierenden haben sich in einer Umfrage für eine sofortige Abschaffung der Studiengebühren nach dem Vorbild Hessens ausgesprochen. Nur 16 Prozent der Befragten Studierenden sprachen sich für einen Erhalt der Gebühren aus. Die Zahl derjenigen, die sich als Gebührengegner bezeichnen, stieg im Vergleich zu 2007 nochmals an - von 60 auf aktuell 63 Prozent.
Wie "Die Zeit" berichtet, herrscht laut der zweiten "Gebührenkompass"-Umfrage der Universität Hohenheim außerdem eine tiefe Unzufriedenheit unter den Studierenden über die Verwendung ihrer Gelder durch die Universitäten. Keine Verbesserungen in der Lehre durch Studiengebühren monieren 74 Prozent der Befragten.
Auch für die Zukunft erwarten die meisten Zahler keine Verbesserungen. Befragt nach der Zufriedenheit mit der Verwendung der Gebühren gaben die Befragten im Bundesdurchschnitt ihren Universitäten auf einer Notenskala von 1 (sehr zufrieden) bis 6 (sehr unzufrieden) lediglich die Note 4,55.
Für den "Gebührenkompass" wurden den Angaben zufolge von einem Hohenheimer Marktforschungsteam an 54 Universitäten in den derzeit sieben deutschen Gebührenländern insgesamt 6150 Studierende interviewt - pro Uni mindestens 100.
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Studiengebühren