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Bildungsstreik 2011

Solidarität und freie Bildung

(dgb-jugend, 15. November 2011) Am 17. November 2011 beginnt der Bildungsstreik.

Aus Deutschland kommen immer weniger Talente – beschwert sich die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit, OECD. Schuld ist das Bildungssystem, es ist unterfinanziert.

Die SchülerInnen, Azubis und Studierenden brauchen freilich keine internationale Studie, um das zu merken. Sie spüren täglich am eigenen Leib, daß es an Personal, Platz und Papier in Schulen und Hochschulen gleichermaßen mangelt.

Weil sie sich das nicht gefallen lassen wollen, gibt's diesen Herbst eine Neuauflage des Bildungsstreiks. Am 17. November 2011 sind bundesweit Aktionen angesagt.  Geplant sind Flashmobs, Demos, Besetzungen oder Streiks. Die DGB-Jugend unterstützt die Bildungsstreikaktivitäten.

Seit 2008 finden regelmäßig Streiks für bessere Bildungs- und Ausbildungsbedingungen in Berlin statt. Seitdem konnten die Betroffenen immer wieder politischen Druck erzeugen, der Beachtung fand und das Thema Bildung auf die Tagesordnung der Politik setzen.

Hier der Aufruf des Bildungsstreik-Bündnisses:

"Wir, die UnterzeichnerInnen dieses Papiers, rufen alle SchülerInnen, Studierenden, Auszubildenden, LehrerInnen, Dozierenden und alle, die sich für Bildung einsetzen wollen, zum Bildungsstreik für Solidarität und freie Bildung auf. Am und um den 17. November 2011 sollen Demos, Proteste, Besetzungen und andere Aktionen stattfinden. Wir wollen damit die Bildungspolitik verändern, Menschen politisieren und Selbstorganisation stärken. Wir stellen uns dabei in den Zusammenhang mit den Jugend- und Sozialprotesten weltweit sowie mit den 'Global Weeks of Action' vom 7. bis 20. November 2011."

Das Bündnis fordert:

  • Abschaffung aller Bildungsgebühren – Kostenfreie Bildung für alle

  • Geld für Bildung statt für Banken und Konzerne

  • Weg mit dem mehrgliedrigen Schulsystem – Eine Schule für alle

  • Studien- und Ausbildungsplätze für alle

  • Alle Zulassungs- und Zugangsbeschränkungen, auch für Masterstudiengänge, abschaffen

  • Die Übernahme nach der Ausbildung

  • Eine gesetzliche Umlagefinanzierung – Wer nicht ausbildet, muss zahlen

  • Kleinere Klassen und Kurse mit max. 20 SchülerInnen – mehr LehrerInnen in allen Bildungseinrichtungen

  • Weg mit dem Turbo-Abitur (G8)

  • Kostenlose Mahlzeiten und kostenlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs an allen und für alle Schulen, KiTas und Hochschulen

  • Demokratie statt Repression – Demokratisierung aller Bildungseinrichtungen und Lebensbereiche

  • Gegen die Militarisierung von Bildungseinrichtungen – Für die Zivilklausel, Kooperationsvereinbarungen kippen.


www.bildungsstreik.net

Presseerklärung der DGB-Jugend: hier.

Artikel aus der Soli aktuell zur Bewertung der "Bildungsrepublik Deutschland" durch den DGB und die Gewerkschaften: hier.

Pressemitteilung der GEW: hier.


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