(dgb-jugend, 25. Februar 2011) Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen sind Geschichte: "Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften begrüßen die Abschaffung der Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen. Damit wird eine zentrale Forderung des Gewerkschaftsbundes an die neue Landesregierung umgesetzt", sagt Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des DGB NRW.
Gerade für Kinder aus Arbeiter- und Angestelltenfamilien bedeuten Gebühren eine finanzielle Belastung, die junge Frauen und Männer an der Aufnahme eines Studiums hindert. Wenn wir im Wettbewerb um Innovation und Qualität bestehen wollen, brauchen wir aber mehr junge Menschen mit abgeschlossenem Studium. Vor dem Hintergrund, dass in keinem anderen OECD-Staat die soziale Selektion im Bildungssystem so groß ist wie bei uns, ist die Abschaffung der Studiengebühren der richtige Weg zu mehr Chancengleichheit.
"Wir gehen zudem davon aus, dass es einen positiven Effekt auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt geben wird. Denn Studiengebühren führen zu einem Verdrängungswettbewerb: Abiturienten, die sich die Aufnahme eines Studiums finanziell nicht leisten können, verdrängen Real- und Hauptschüler aus angestammten dualen Ausbildungsberufen. Es ist gut, dass mit der Abschaffung der Studiengebühren hier gegengesteuert wird."
"Die DGB-Jugend gratuliert den aktiven und Studierenden vor Ort zu ihrem Erfolg", sagt Sabrina Klaus-Schelletter, beim DGB-Bundesvorstand für Studierendenarbeit zuständig.
Der Beschluss sollte Signalwirkung haben - "damit die anderen Bundesländer das Problem auch noch loswerden", so Klaus-Schelletter.
Die Gewerkschaftsjugend hat sich in der Vergangenheit vehement gegen Studiengebühren aller Art ausgesprochen.
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