Der Bildungsstreik 2009 hat politisch einige Debatten angestoßen, die nun weiterzuführen sind. Die Ziele der Studierenden und SchülerInnen sind zu präzisieren, um sie durchsetzen zu können. Dabei kann an Erarbeitetes angeknüpft, es muss jedoch auch Neues entwickelt werden. In zahlreichen Fragen im Umgang mit der anstehenden Reform der Bolognareform, in der Argumentation gegen Studiengebühren, in der "Exzellenz"- und "Elite"- Debatte sind Positionen zu entwickeln oder zu schärfen. Die Praxis des Streiksemesters ist durch theoretische Überlegungen zu ergänzen und beides gemeinsam politisch fruchtbar zu machen.
Aus diesem Grund haben der BdWi und das Online-Portal Studis Online entschieden, Texte online verfügbar zu machen, die bisher als Printpublikationen im BdWi-Verlag erschienen sind. Zu den einzelnen Themen der Reihe wird zudem jeweils eine kommentierte Literaturliste bereitgestellt, die auf ein paar weitere Texte verweist. Damit wollen wir politisch Aktiven, aber auch politisch Interessierten die Möglichkeit geben, bestehendes Wissen in ihre Überlegungen einfließen zu lassen.
Der letzte Teil der Textreihe beschäftigt sich mit der Frage, was eine Praxisorientierung beim Studium sein kann. Damit greif der Text auch in die aktuelle Debatte ein. Weitere Themen sind Streik, der Umbau des Bildungssystems, Elitekonzeptionen, Funktion des dreigliedrigen Schulsystems, Hochschulreform, "Humankapital", Lobbying in der Bildungspolitik sowie Studiengebühren.
Alle Texte sind zu finden unter:
www.adressreader.de Der studentische Adressreader des fzs enthält - bundesweit - alle wichtigen Adressen rund um die Hochschule: Unis, FHs, ASten, Verbände, Fachpolitiker...
www.bildungsserver.de - der zentrale Wegweiser zu Bildungsinformationen im Internet
www.bmbf.de: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Bildungsbildungsperspektiven 2010 - ein Fazit des Wissenschaftlichen Beirats von IG Metall und ver.di
Wo der Staat mitmischt, muß er auch Farbe bekennen. Das Informationsfreiheitsgesetz es Bundes (ähnliche Gesetze gibt es in vielen Ländern) ermöglicht, bei Behörden und Ämtern zu erfragen, wieviel Geld wohin fließt und wer darüber entscheidet - auch in Hochschul- und Wissenschaftspolitik. Mehr dazu: fragdenstaat.de/