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Versicherung


Wer ein Studium aufnimmt, zieht in der Regel bei seinen Eltern aus. Das hat Vor- aber auch Nachteile. So kann zum Beispiel der Versicherungsschutz des elterlichen Haushaltes für dich entfallen.

Vor Abschluss eigener Versicherungsverträge sollte man sich ausführlich beraten lassen, welcher Schutz notwendig und welcher Preis angemessen ist. In vielen Fällen lässt sich die Prämie zum Beispiel durch einen Eigenanteil im Schadensfall drücken, manchmal kann auch eine gemeinsame Versicherung mit dem Partner sinnvoll sein. Hilfe bei diesen Entscheidungen bieten die Verbraucherzentralen und die Stiftung Warentest in ihren Publikationen, die in den meisten öffentlichen Bibliotheken zu finden sind.

Welche Versicherungen braucht man aber als einfacher Studierender, was ist überflüssig?

 

Infos zur Krankenversicherung, Rentenversicherung etc. in der Rubrik Sozialversicherung unter "Dein Job"


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Unfallversicherung

Alle Studierenden an staatlich anerkannten deutschen Hochschulen sind automatisch unfallversichert – in fast allen Situationen, die mit dem Studium zu tun haben, so auch beim Hochschulsport, bei Exkursionen oder in der Unibibliothek (nicht aber bei der Erstiparty).

Die Versicherung beginnt erfolgt automatisch bei Immatrikulation und wird kostenlos durch die Landesunfallkasse des Bundeslandes, in dem die Hochschule liegt, gewährleistet. Genaue Informationen gibt es hier und in der rechten Spalte.

Für studienbedingte Auslandsaufenthalte und Praktika lies hier mehr. Wenn Du zur Erstellung Deiner Abschlußarbeit in einen Betrieb gehst, findest Du hier genauere Informationen zum Unfallversicherungsschutz.

Für Unfälle in der Freizeit ist eine Unfallversicherung auch nicht grundsätzlich notwendig. Fast alle Studentenwerke schließen für ihre Studierenden eine günstige Freizeitunfallversicherung ab, die bei Freizeit-, Sport- oder ähnlichen Unfällen bis hin zum Todesfall auch im Ausland gilt. Erkundige dich also vor Ort, dann lässt sich vielleicht viel Geld sparen.

Auch im Ehrenamt (zum Beispiel im Sportverein oder beim Naturschutz) bist du meist separat abgesichert. Die Berufsgenossenschaft bietet Vereinen und Verbänden eine günstige Unfallversicherung für Ehrenamtliche an - erkundige dich, ob dein Verein so etwas auch hat.

Im Praktikum, egal ob Pflicht- oder freiwilliges Praktikum, bist du über den Arbeitgeber unfallversichert. Eine Ausnahme kann es höchstens geben, wenn das Praktikum auch organisatorisch Teil deines Studiums ist, deine Hochschule also direkte organisatorische Verantwortung für dich trägt - dann kommt auch eine Unfallversicherung über die Landesunfallkasse in Frage.

Siehe auch Unfallversicherung beim Jobben.


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Hausratsversicherung

Meist gilt die elterliche Hausratversicherung, solange der Hauptwohnsitz bei den Eltern bleibt. Ist dein Hauptwohnsitz deine neue Wohnung, empfiehlt sich, den Abschluss einer eigenen Versicherung gegen Einbruchs-, Wasser- und Feuerschäden zu prüfen. Die Hausratversicherung trägt in der Regel die Kosten, die an deinem eigenen Inventar (Möbel, Geräte, Auslegware etc.) entstehen, weil jemand ein-, ein Feuer aus- oder ein Wasserrohr aufbricht - Aufräumungskosten und Hotelkosten inclusive. Sie lohnt sich also, wenn die Werte in der Wohnung so hoch sind, daß du sie schwerlich rechtzeitig auf eigene Kosten ersetzen kannst oder willst.


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Haftpflichtversicherung

Die meisten Eltern haben eine Haftpflichtversicherung, die auch für die Kinder gilt, solange die Kinder ihren Hauptwohnsitz noch "zu Hause" haben oder wenn sie in Ausbildung sind. Bevor du anfängst zu studieren, frag deine Eltern nach diesem Versicherungsschutz. Haben sie ihn, ist alles in Ordnung.

Anderenfalls solltest du unbedingt eine eigene Haftpflichtversicherung abschließen, um bei selbstverschuldeten und unabsichtlichen Sach- oder Personenschäden agesichert zu sein. Denn wenn du an einem Schaden Schuld bist, haftest du für alle Folgekosten - eine kleine Unachtsamkeit genügt dafür: Wenn ein vom Balkon stürzender Blumentopf einen Passanten beinahe erschlägt oder du beim Radfahren oder Inlineskaten einen Fußgänger umfährst und zum Invaliden machst, können Behandlungskosten, Schmerzensgeld, Pflegekosten u.a.m. nicht nur dein Vermögen auffressen, sondern dich auch hoch verschulden lassen.

Besonders wichtig kann eine Haftpflichtversicherung im Ehrenamt sein: Wer für einen Verein oder eine Initiative ehrenamtlich mit Kindern Sport treibt, ein Fest organisiert oder kranke Menschen betreut, kann schnell auch einen Unfall oder anderen Schaden verursachen. Am Besten wäre, der Verein, bei dem du dich engagierst, deckt solche Fälle mit ab.


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Erwerbs- und Berufsunfähigkeitsversicherung

Ob eine Versicherung gegen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit sinnvoll ist, hängt von der persönlichen Situation ab. Grundsätzlich gilt: Wer nach 1960 geboren ist, hat keinen Anspruch auf Leistungen der staatlichen Deutschen Rentenversicherung wegen Berufsunfähigkeit. Wegen Erwerbsunfähigkeit (auch bei teilweiser Erwerbsunfähigkeit) gibt es zwar weiterhin einen Rentenanspruch bei der staatlichen Rentenversicherung, der besteht aber in der Regel nur, wenn man bereits längere Zeit Rentenversicherungsbeiträge gezahlt hat (mehr unter www.deutsche-rentenversicherung.de/...).

Der Unterschied ist übrigens: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung springt ein, wenn man den erlernten Beruf gesundheitsbedingt nicht mehr ausüben kann (zum Beispiel an Archivare, die eine Papierallergie entwickeln), eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung springt nur ein, wenn man gesundheitsbedingt gar nicht mehr arbeiten kann (also auch nicht als Straßenfeger oder Pförtner).

In der Regel genügt es, eine private Berufsunfähigkeitsversicherung nach Studienende abzuschließen. Wer aber älter als 25 Jahre ist und eventuell schon eine regelmäßiges Einkommen erwirtschaftet oder eigene Kinder zu versorgen hat, sollte auch als Student eine solche Versicherung erwägen. Schließlich sind die Prämien auch vom Einstiegsalter und vom Gesundheitszustand abhängig. Wichtig ist: Vorher genau an unabhängiger Stelle (Verbraucherzentralen, Stiftung Warentest etc.) informieren, welche Tücken ein solcher Versicherungsvertrag haben kann – sonst zahlt man am Ende umsonst.


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Andere

Andere Versicherungen, zum Beispiel eine Lebensversicherung aber auch eine freiwillige Zusatzrentenversicherung, sind für Studierende Anfang 20 in der Regel selten sinnvoll und gehen nur auf Kosten eures ohnehin schmalen Budgets. Manches erscheint natürlich unverzichtbar: die Kaskoversicherung für das eigene Auto oder die Krankenversicherung für den Hund etc.

Mitglieder einer Gewerkschaft des DGB besitzen automatisch Arbeitsrechtsschutz. Die Kosten für arbeitsrechtliche Beratungen und Klagen - auch bei Studentenjobs - trägt deine Gewerkschaft. Einzelne Gewerkschaften bieten darüber hinaus weitere Versicherungen, zum Beispiel Diensthaftpflicht (GEW). Erkundige dich darüber bei deinem Landesverband.


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Orientierung


Die Leistungen verschiedener Versicherungen werden bei der Stiftung Warentest sehr differenziert verglichen und beurteilt.

Die Verbraucherzentralen bieten Beratung in allen Fragen rund um private Versicherungspolicen an.

Der Bund der Versicherten informiert zu Risiken und Möglichkeiten persönlichen Versicherungsschutzes und bietet seinen Mitgliedern Versicherungs-Rechtschutz.

Die Gesetzliche Unfallversicherung klärt auf.



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Für Berater


Weiterführende Informationen für Berater in HiBs und COs.