Die SOFT-Analyse bietet eurem Team die
Möglichkeit, euer Projekt oder eure SV-Arbeit zu evaluieren. Am besten,
ihr füllt die Felder in einem Brainstorming zusammen aus. Danach könnt
ihr die Ergebnisse gemeinsam diskutieren und eure Arbeit verbessern.
Feedback
Um einschätzen zu können, wie zufrieden die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer eines Treffens am Ende mit dem Ablauf und den Ergebnissen
sind und um Anregungen zu bekommen, was ihr nächstes Mal besser machen
könnt, solltet ihr euch am Ende immer zumindest für ein kurzes
"Feedback" (Rückmeldung) Zeit nehmen. Hier kann noch mal jeder Lob und
Kritik loswerden und die Teilnehmer fühlen sich ernstgenommen, wenn man
sie am Ende nach ihrer Meinung fragt. Es gibt verschiedene Methoden,
bei denen jedoch immer die folgenden Regeln gelten:
Feedback wird weder kommentiert noch diskutiert (das können und sollten die Organisatoren im Nachhinein intern tun)
Erst Lob, dann Kritik (verbessert die Stimmung und sorgt dafür, dass die Kritik besser ankommt)
Konstruktivität ist super! Am besten wirkt Kritik, wenn man sie
gleich mit konkreten Verbesserungsvorschlägen fürs nächste Mal
formuliert
Keine persönlichen Angriffe
Die Feedback-Methoden:
Blitzlicht
Jeder in der Runde stellt in einem kurzen Statement seinen Eindruck von
der Veranstaltung, seine Zufriedenheit mit den Ergebnissen und seine
Wünsche für die Zukunft dar. Jeder kann und darf sagen, was er will.
Hier ist auch Platz für Stimmungen und Befindlichkeiten. Wenn Leute
sich dabei nicht an die Regeln halten und dennoch mehr als eine Person
redet, so kann man auch einen beliebigen Gegenstand als "Blitzlicht"
umherreichen, der alle daran erinnert, wer das Wort hat.
Feedback-Bögen
Es gibt verschiedene Arten, einen Feedbackbogen zu gestalten. Ihr
könnt Fragen zu verschiedenen Blöcken einer Veranstaltung stellen,
Fragen zu verschiedenen Bereichen (etwa Stimmung, Inhalte, Moderation,
Verwertbarkeit für die Zukunft) oder auch eine Kombination daraus. Oder
ihr lasst komplett offen, wozu die Teilnehmer Rückmeldung geben können.
Feedback mit Bögen ist eine sehr effektive Methode, die jedoch guter
Vorbereitung und Zeit zur Auswertung bedarf. Dafür ist sie vor Ort
schnell durchzuführen und erzeugt für die Organisatorinnen wohl das
umfassendste Bild über die Sicht der Teilnehmer auf eine Veranstaltung.
Sie sollten auf jeden Fall anonym sein, damit auch alles geschrieben
wird, was in den Köpfen der Leute herumschwirrt.
Punktabfrage
Die einfachste und schnellste Methode von allen. Es wird ein
Koordinatensystem aufgezeichnet. Die Achsen stehen für verschiedene
Eindrücke und Emotionen (z.B.: Zufriedenheit mit den
Arbeitsergebnissen, Stimmung in der Gruppe…) Die Teilnehmer erhalten je
einen Klebepunkt und können diesen dann an der entsprechenden Stelle
auf dem Plakat platzieren, um ihren "Standpunkt" klar zu machen. Diese
Methode eignet sich sehr gut, um einen Eindruck über die momentane
Stimmung und ähnliche Faktoren zu erhalten, geht allerdings nicht in
die Tiefe und lässt keinen Raum für Verbesserungsvorschläge. Ihr könnt
die Idee des Koordinatensystems auch individuell weiterentwickeln und
andere Formen verwenden.
Broschüre SV-Tipps: Tipps und Tricks für die
SchülerInnenvertretung (November 2004, PDF 1,8 MB)