(dgb-jugend, 14.12.07) Eine neue Studie von der britischen
Unternehmensberatung McKinsey mit dem Titel "How the world's
best-performing school systems come out on top" sorgt für Aufregung.
Einige - wie die Jungen Philologen im Deutschen
Philologenverband, siehe
hier
- sehen in der Studie die These bestätigt, dass in Deutschland nur eine
gute Lehrerausbildung für bessere Leistungen der Schüler sorgt. Somit
sei eine Änderungen am dreigliedrigen Schulsystem überflüssig.
Andere - wie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), siehe
hier
- sagen, dass die Studie schlecht für Deutschland gelten kann, denn das
Land sei in der Studie gar nicht untersucht worden, und außerdem stünde
in der Studie etwas ganz anderes als behauptet wird, zum Beispiel von
Hessens Kultusministerin Karin Wolff (CDU), die sagte: "Die
Untersuchung zeigt eindeutig, dass die Abschaffung von Haupt- und
Realschulen sowie Gymnasien nicht die Antwort auf die aktuellen
Herausforderungen der Bildungspolitik sein kann. Stattdessen liegt der
Schlüssel zu besseren Schülerleistungen entscheidend in der
Unterrichtsqualität der Lehrkräfte."
Die GEW dazu: "Qualifizierte, motivierte Lehrer und guter Unterricht sind der
Schlüssel zu einem leistungsfähigen Schulsystem. Wer wollte daran
zweifeln? Nur, was man genau darunter versteht, wie man dies erreicht
und welche Rolle ein stark aussortierendes Schulsystem wie das deutsche
dabei spielt, das ist die spannende, zu klärende Frage."
Hier die
Studie.