
(dgb-jugend, 6.12.07) Die SchülerInnen mit Lernschwierigkeiten kommen in Deutschland meist aus sozial schwachen Verhältnissen. Das belegt die neue PISA-Studie, die am 4. Dezember 2007 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
Soziale Herkunft und schulische Leistungen hängen immer noch miteinander zusammen, wenn auch etwas weniger als bei den vorherigen PISA-Studien. Jugendliche aus Familien der oberen sozialen Schichten haben eine 2,7-mal höhere Chance ein Gymnasium zu besuchen als Kinder eines Facharbeiters.
Am stärksten benachteiligt sind allerdings SchülerInnen mit Migrationshintergrund. Von allen Ländern, die bei der PISA-Studie teilgenommen haben, ist Deutschland weiterhin das Land mit den stärksten migrationsbedingten Unterschieden, die sich insbesondere bei den Jugendlichen der so genannten zweiten Generation zeigen. Obwohl in Deutschland geboren, sind die Leistungen dieser Jugendlichen schlechter als ihre erst kürzlich zugewanderten MitschülerInnen.
Um SchülerInnen aus Familien mit Migrationshintergrund oder aus sozial schwachen Familien bessere Zukunftschancen zu bieten, fordert die DGB-Jugend schon seit langem das Ende des selektiven Schulsystems und die Etablierung einer Schulform, in der starke und schwache Schüler zusammen lernen.
Weitere Informationen zu PISA 2006:
OECD Berlin Center (in Deutsch)
Gesamt-Bericht (in Englisch)