Deshalb engagierten sich Gewerkschaften
stark für die
Themen Aus- und Weiterbildung", so Sehrbrock. Darüber hinaus ging es um
die persönlichen Werdegänge der beiden Vorstandsmitglieder. Ingrid
Sehrbrock und Michael Sommer beantworteten Fragen zu ihren persönlichen
Wegen an die Spitze des DGB.
Anschließend standen die Berufswünsche und die Anforderungen der
Schülerinnen an einen guten Job im Mittelpunkt. In Arbeitsgruppen wurde
über eigene Erwartungen an das zukünftige berufliche Leben und erste
Schritte auf dem Weg zur Berufswahl gesprochen. In einem Gespräch mit
Berufseinsteigerinnen beim DGB konnten die Teilnehmerinnen junge Frauen
interviewen.
Wie organisiere ich eine Tagung, wie plane ich eine Pressekonferenz,
wie bestückt der DGB sein Intranet? Wofür stehen die Bereiche Jugend
und Gleichstellungpolitik und was wird im Bereich Grundsatzpolitk so
besprochen?
Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Mädchen im Anschluss an die
Diskussion. Kolleginnen aus sieben verschiedenen Bereichen stellten
ihre Arbeit vor und boten die Schülerinnen so einen Einblick in das
Berufsfeld 'Politik'. Mit den Pressesprecherinnen Marion Knappe und
Claudia Falk bereitete eine Gruppe eine fiktive Pressekonferenz zum
Thema Ausbildungsumlage für Unternehmen vor.
Die Bereiche Jugend und Frauenpolitik veranstalteten einen Gender-Quiz
zu Frauen und Männern im Job und präsentierten ihre Projekte. Am
Beispiel der eigenen Ausbildung diskutierten Mitarbeiterinnen von zwei
weiteren DGB-Bereichen mit den Schülerinnen über die Vielfalt von
Studiengängen und Abschlüssen.
Am Ende des Girls' Day hatten viele
Schülerinnen eine konkrete Idee von der Arbeit einer politischen
Institution. Sie nahmen Anregungen und Eindrücke mit und wünschten sich
eine kontinuierliche Begleitung auf dem Weg ins Berufsleben. Einige
konnten sich durchaus einen politiknahen Beruf vorstellen - ein Feld,
das zurzeit noch von Männern dominiert wird.
Der Girls' Day findet mittlerweile in mehreren europäischen Ländern
an jedem vierten Donnerstag im April statt. Das gemeinsame Ziel:
Mädchen sollen sich über die ganze Bandbreite
ihrer Berufsmöglichkeiten informieren und jenseits traditioneller
Rollenbilder ihre Berufsentscheidung treffen.
ausbildung-fuer-alle.de: Mit der Initiative "Ausbildung für alle"
machen die Gewerkschaften, Landesschülervertretungen und viele weitere
Partner die skandalösen Zustände auf dem Ausbildungsmarkt publik und
tragen ihre Forderungen für mehr und bessere Ausbildung in die
Öffentlichkeit.