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Girls' day

Schülerinnen erkunden Arbeitswelt des DGB

(dgb-jugend, 25. April 2008) "Politik als Beruf" - unter diesem Motto haben 36 Schülerinnen des Berliner Lily-Braun-Gymnasiums beim bundesweiten Girls' Day Einblick in verschiedene Arbeitsbereiche beim Deutschen Gewerkschaftsbund bekommen.

Im Gespräch mit dem DGB-Vorsitzenden Michael Sommer und seiner Stellvertreterin Ingrid Sehrbrock diskutierten die Schülerinnen der 9. Klasse über Ausbildungsplätze und Berufschancen junger Frauen. Sommer betonte, viele Jugendliche suchten seit Jahren einen Ausbildungsplatz - es liege in der Verantwortung der Unternehmen, junge Menschen auszubilden.  Nur 24 Prozent der Firmen bildeten überhaupt aus, sagte Ingrid Sehrbrock.


Deshalb engagierten sich Gewerkschaften stark für die Themen Aus- und Weiterbildung", so Sehrbrock. Darüber hinaus ging es um die persönlichen Werdegänge der beiden Vorstandsmitglieder. Ingrid Sehrbrock und Michael Sommer beantworteten Fragen zu ihren persönlichen Wegen an die Spitze des DGB.

Anschließend standen die Berufswünsche und die Anforderungen der Schülerinnen an einen guten Job im Mittelpunkt. In Arbeitsgruppen wurde über eigene Erwartungen an das zukünftige berufliche Leben und erste Schritte auf dem Weg zur Berufswahl gesprochen. In einem Gespräch mit Berufseinsteigerinnen beim DGB konnten die Teilnehmerinnen junge Frauen interviewen.

Wie organisiere ich eine Tagung, wie plane ich eine Pressekonferenz, wie bestückt der DGB sein Intranet? Wofür stehen die Bereiche Jugend und Gleichstellungpolitik und was wird im Bereich Grundsatzpolitk so besprochen?

Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Mädchen im Anschluss an die Diskussion. Kolleginnen aus sieben verschiedenen Bereichen stellten ihre Arbeit vor und boten die Schülerinnen so einen Einblick in das Berufsfeld 'Politik'. Mit den Pressesprecherinnen Marion Knappe und Claudia Falk bereitete eine Gruppe eine fiktive Pressekonferenz zum Thema Ausbildungsumlage für Unternehmen vor.

Die Bereiche Jugend und Frauenpolitik veranstalteten einen Gender-Quiz zu Frauen und Männern im Job und präsentierten ihre Projekte. Am Beispiel der eigenen Ausbildung diskutierten Mitarbeiterinnen von zwei weiteren DGB-Bereichen mit den Schülerinnen über die Vielfalt von Studiengängen und Abschlüssen.

Am Ende des Girls' Day hatten viele Schülerinnen eine konkrete Idee von der Arbeit einer politischen Institution. Sie nahmen Anregungen und Eindrücke mit und wünschten sich eine kontinuierliche Begleitung auf dem Weg ins Berufsleben. Einige konnten sich durchaus einen politiknahen Beruf vorstellen - ein Feld, das zurzeit noch von Männern dominiert wird.

Der Girls' Day findet mittlerweile in mehreren europäischen Ländern an jedem vierten Donnerstag im April statt. Das gemeinsame Ziel: Mädchen sollen sich über die ganze Bandbreite ihrer Berufsmöglichkeiten informieren und jenseits traditioneller Rollenbilder ihre Berufsentscheidung treffen.

Pressemeldung des DGB

www.girls-day.de


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Vor dem DGB-Haus: 36 Schülerinnen des Berliner Lily-Braun-Gymnasiums kurz vor "Eintritt in die politische Gewerkschaftsarbeit". (Alle Fotos: DGB)



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DGB-Sprecherin Marion Knappe führt in die politische Pressearbeit ein.


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Die Schülerinnen bereiten eine fiktive Konferenz zum Thema Ausbildungsumlage für Unternehmen vor.


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Auch beim Girls' Day dabei, Michael Sommer, DGB-Vorsitzender: "Viele Jugendliche suchen seit Jahren einen Ausbildungsplatz. Wir erinnern die Unternehmen daran, dass es in ihrer Verantwortung liegt, junge Menschen auszubilden."

http://www2.dgb-jugend.de/w/gfx/small/ausbildung/afa-fenster.jpgausbildung-fuer-alle.de: Mit der Initiative "Ausbildung für alle" machen die Gewerkschaften, Landesschülervertretungen und viele weitere Partner die skandalösen Zustände auf dem Ausbildungsmarkt publik und tragen ihre Forderungen für mehr und bessere Ausbildung in die Öffentlichkeit.