Zwei
Drittel aller Studierenden arbeiten neben dem Studium, die meisten
davon sind auf jeden Cent aus dem Nebenjob angewiesen. Aber wer weiß
schon genau, worauf man beim Jobben achten muss?
"Students at work" ist die Beratungshomepage der DGB-Jugend für
erwerbstätige Studierende. Auf den Seiten erhält man Informationen zu
arbeitsrechtlichen Themen wie Gehalt, Urlaub, Kündigung,
Arbeitsvertrag, Gültigkeit eines Tarifvertrages etc. und zu allen
sozialrechtlichen Fragen rund um die Krankenversicherung,
Rentenversicherung usw. Dazu bieten wir auch einen Service zu allen
anderen Fragen rund um Studium und Geld: Stipendien, Praktika,
Unterhalt von den Eltern, Studiengebühren, Jobbörsen, und Tipps für
Absolventen.
Sollten die ausführlichen Texte Fragen nicht beantworten, kann man eine
E-mail ans Beraterteam schicken und erhält in Kürze Antwort. Parallel
zu unserer Homepage werden immer mehr Beratungsangebote vor Ort an den
Hochschulen geschaffen.
"Students at work" vernetzt darüber hinaus gewerkschaftliche
Beratungsangebote für Studierende bundesweit und unterstützt
Initiativen zur Verbesserung der Situation der 1,18 Millionen
erwerbstätigen Studierenden in Deutschland.
Das Projekt unter der Leitung von DGB-Jugendsekretärin Mirjam Muhs
entstand auf lokaler Ebene in München und wanderte 2001 im Gepäck des
Jugendgewerkschafters Christian Kühbauch nach Berlin auf Bundesebene.
Die Fragen werden direkt beantwortet oder die "Fälle" an die zuständige
Gewerkschaft weitergeleitet.
"Zunächst erhielten wir ca. sieben Mails pro Woche", sagt
Projektmitarbeiter Daniel Taprogge. Zur Zeit sind es zwölf Anfragen,
die das Team beantwortet. Insgesamt hat es bisher ca. 100.000
Seitenaufrufe gegeben. Taprogge: "Wir verzeichnen einen Zuwachs von elf
Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Moment wollen die Leute am
ehesten wissen, wie man zum Beispiel zwei Jobs kombiniert."
Taprogge ist selbst ein "Student at work": "Ich war Sozialreferent im
AStA der Uni Potsdam. Da hat mich dann die GEW weggeschnappt – wir
hatten schon versucht, etwas Ähnliches aufzubauen wie die
Beratungshomepage – nur in kleinerem Maßstab."
www.students-at-work.de
(aus der Soli extra "Students at work", Herbst 2004, 2. überarbeitete Auflage, Autor: Jürgen Kiontke)