Nele Hirsch, 24, arbeitet im Vorstand des fzs. Ihre Schwerpunktthemen: Studentische Sozialpolitik, Frauen- und Geschlechterpolitik, Verfasste StudentInnenschaft und Hochschulfinanzierung.
Endlich mal ein ungebrochener Boom: Mehr als 250.000 ausländische Studierende sind derzeit an deutschen Hochschulen eingeschrieben, fast 50 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren.
Was die Koops für die Forschung sind, das sind die Hochschulinformationsbüros (HIBs) für die materielle Seite der Studierenden.
Die Verantwortung für den eigenen Bildungsprozess muss jeder selbst übernehmen. Aber für die Rahmenbedingungen hat der Staat zu sorgen. Ein Plädoyer für höhere Ansprüche. Von Eva-Maria Stange
Seit Jahren verändert sich die Erwerbslandschaft in Deutschland. Eine deutliche Zunahme hochqualifizierter Berufe wird prognostiziert. Deutschland hat hier gegenüber anderen Ländern einen erheblichen Nachholbedarf und kann in den nächsten Jahren mit einer Zunahme der Studierenden- und der Absolventenzahlen rechnen.
In den Betrieben gehören jobbende Studierende nicht immer so richtig dazu: Sie genießen Privilegien und werden auch schon mal als Dammbrecher bei Mehrarbeit und Niedriglöhnen missbraucht. Das denken jedenfalls die Kollegen.
Studierende sind für die Gewerkschaften keine ganz neue Zielgruppe. Projekte gibt’s bei vielen Einzelgewerkschaften schon lange – aus unterschiedlichen Motiven heraus.
170 studentische Beschäftigte in Göttingen, 300 in Heidelberg, Resolutionen und Proteste aller Orten – das ist der aktuelle Stand der bereits zwei Jahre andauernden Arbeit der studentischen Tarifvertragsinitiative (Tarifini).
Die Wohnung wird teurer, der öffentliche Nahverkehr auch? Vielleicht soll auch mal eine Fernreise her? Und das BAföG reicht nicht, die Eltern haben keine Lust oder nicht genug Geld, um ihren Beitrag zum Studium aufzustocken? Rund 63 Prozent der Studierenden in Deutschland nicken bei mindestens einem dieser Punkte. Sie müssen neben dem Studium noch arbeiten. Die Möglichkeiten dazu sind vielfältig, bieten studierende Beschäftigte Arbeitgebern doch den ein oder anderen Vorteil.
Die meisten Gewerkschaften bieten spezielle Trainee-Programme an, um Nachwuchs zu akquirieren und Akademiker auf ihren Beruf in der Gewerkschaft vorzubereiten. So wie bei der IG Metall.
Beim Uni-Streik im Wintersemester 03/04 versuchten die protestierenden Studierenden den Schulterschluss mit Gewerkschaftern und Arbeitslosen. Was bleibt?
Von der Öffentlichkeit unbemerkt werden weltweit, in der EU, in Deutschland und in den einzelnen Bundesländern Bildungsreformen vorangetrieben. Hochschulen werden zum Ausbildungsbetrieb umstrukturiert, Bildung als Menschenrecht bleibt auf der Strecke.
Ein Überblick.
… oder Masse und Klasse: Ob Studienplatzvergabe oder Gebührenfreiheit: Die Grundpfeiler eines demokratischen Hochschulsystems wackeln.
Interview mit Michael Sommer, Bundesvorsitzender des DGB.
Schlechtes Gefühl beim Unterschreiben des Arbeitsvertrages? Ärger mit dem Arbeitgeber? Seit zwei Jahren bietet das DGB-Jugend-Projekt "Students at work" online erste Beratung in allen Fragen rund um die Erwerbsarbeit. Zusätzlich entstehen immer mehr Campus Offices vor Ort.
Immer mehr Campus Offices gibt es – junge GewerkschafterInnen sind vor Ort, fit in Arbeitsrecht, sozialen Fragen und studentischen Belangen. Nur: Wie macht man das bekannt?
Der "freie zusammenschluss der studentInnenschaften" (fzs) widmet sich in erster Linie den Studierenden.
Studierende brauchen vor allem eins: gutes Zeitmanagement. Studium und Geld verdienen sind sonst nicht unter einen Hut zu bringen. Inhaltlich haben beide sowieso selten miteinander zu tun.
Wenn er dazu aufgelegt ist, erzählt Andreas Meitner vielleicht noch ein paar Sätze mehr: dass er Philosophie und Vergleichende Literaturwissenschaft studiert an der Freien Universität in Berlin, dass alles ein bisschen länger dauert – im 25. Semester ist Andreas Meitner jetzt schon –, dass er sich jetzt bald anmelden will für seinen Magister und dass es ihm selbst ja auch ziemlich peinlich sei, dass er so lange braucht.
Nirgendwo brechen so viele Studierende ihre Ausbildung ab wie in Deutschland. Hauptgrund: Soziale Ungleichheit. Das lässt Gewerkschaften und Studierende zur Interessengemeinschaft werden.
Gewerkschaftliche Kooperationsstellen organisieren die Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen und der Arbeitswelt.
(aus der Soli extra "Students at work", Herbst 2004, 2. überarbeitete Auflage, Autor: Soli extra)
Zwei Drittel aller Studierenden arbeiten neben dem Studium, die meisten davon sind auf jeden Cent aus dem Nebenjob angewiesen. Aber wer weiß schon genau, worauf man beim Jobben achten muss?