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IGB-Kampagne »Decent Work«


Der Lage auf dem globalen Arbeitsmarkt ist schlecht, und sie wird immer brisanter: Mindestens 12,3 Mio. Menschen werden weltweit unter sklavenähnlichen Bedingungen zur Arbeit gezwungen, 200 Mio. Kinder unter 14 Jahren gehen zur Arbeit statt zur Schule, mehr als 2,2 Mio. Menschen sterben nach Arbeitsunfällen oder weil sie von der Arbeit krank geworden sind. Hunderttausende verlieren ihre Jobs und ihre Existenz, weil sie versuchen, sich gewerkschaftlich zu organisieren, Tausende werden deshalb eingesperrt oder gefoltert, mehr als 100 jedes Jahr ermordet.

85 Mio. Jugendliche sind arbeitslos oder können nicht von ihrem Lohn leben. Bis zu 93% aller Jobs für junge Menschen fallen in den informellen Sektor, wo sie um fast 45% schlechter bezahlt werden als wenn sie regulär beschäftigt wären. »Nicht jeder Job ist ein guter Job«, hieß es deshalb in einer Erklärung des IGB auf dem Weltsozialforum in Nairobi. »Decent Work ist der Schlüssel zu einer Gesellschaft, die auf Prinzipien wie Arbeitnehmerrechten, der Schaffung von Arbeitsplätzen, Gleichheit von Frauen und Männern sowie sozialer Sicherheit beruht.«

Gemeinsam mit Global Progressive Forum und Social Alert, internationalen Vereinigungen von sozialen und Menschenrechtsorganisationen, und Solidar, einer Allianz von NGOs, hat der IGB deshalb im Januar 2007 die Kampagne »Decent Work For A Decent Life« gestartet.

Im Mittelpunkt stehen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Ziel ist, bei Entscheidern und in der Bevölkerung ein Bewusstsein für das Thema zu schaffen und »Decent Work« zum Kernpunkt von Entwicklungs-, Wirtschafts-, Sozial- und Menschenrechtspolitik zu machen.

Infos: www.ituc-csi.org, Kontakt: Kristian.Weise@ituc-csi.org, »Decent Work For All Young People« – Positionspapier des ITUC-Jugendkomittees (PDF-Dokument)


(aus der Soli extra "G8/'Gute Arbeit'", Frühjahr 2007, Autor: Soli aktuell)