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Agenda: »Gute Arbeit«


»Decent Work«: Gewerkschaften und Globalisierung.

DGB und DGB-Jugend unterstützen die internationale Kampagne »Decent Work For A Decent Life« des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) sowie der Organisationen Solidar, Social Alert und Global Progressive Forum.

»Decent Work« kann man mit »Menschenwürdige Arbeit« oder auch mit »Gute Arbeit« übersetzen. Hinter der Kampagne steht die »Decent Work Agenda« der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Deren Ziel ist es, gute und zugleich produktive Arbeit für Männer und Frauen zu schaffen, und zwar in Freiheit, Gleichheit, Sicherheit und Würde: »Die Arbeit muss produktiv genug sein, um ein ausreichendes Einkommen zu ermöglichen. Sie muss soziale Sicherheit für die ArbeitnehmerInnen und ihre Familien sowie die Chance zu persönlicher Entwicklung und gesellschaftlicher Integration bieten.«

Die Kampagne ist eine Antwort auf Globalisierungsprozesse, die die Kluft zwischen armen und reichen Ländern ständig vergrößern – aber auch die Arbeitsbedingungen und die Sozialversicherungssysteme der Industrienationen unter Druck setzen.

Anfang Juni 2007 werden sich in Heiligendamm die Regierungen der reichsten Staaten im Rahmen des G 8-Gipfels über ihre Wirtschafts- und Entwicklungspolitik verständigen. Anlass für die DGB-Jugend, die Umsetzung der »Decent Work Agenda« zu fordern. Im weltweiten Wettbewerb um Arbeit und Gewinne können Lohn- und Sozialdumping nur durch international gültige Arbeitsnormen verhindert werden.

In dieser Soli extra stehen der G 8-Gipfel und die »Decent Work Agenda« im Mittelpunkt. Wir beschäftigen uns mit der Kritik an Politik und Struktur der G 8, geben einen Überblick über die globalisierungskritische Bewegung, gehen auf das Thema »Gute Arbeit« und internationale Arbeitsstandards ein, berichten aus den Ländern China, Kolumbien, Südafrika und Indien – und fragen: Was bedeutet »Gute Arbeit« für junge Menschen in Deutschland?

Wir nennen Handlungsmöglichkeiten der internationalen Gewerkschaftszusammenarbeit: Das im letzten Jahr verabschiedete Übereinkommen über Arbeits- und Sicherheitsstandards für Seeleute macht deutlich, dass es möglich ist, die Globalisierung politisch zu gestalten. Und das »Schwarzbuch Lidl Europa« zeigt, wie europaweit Öffentlichkeitsarbeit und politischer Druck organisiert werden können.


(aus der Soli extra "G8/'Gute Arbeit'", Frühjahr 2007, Autor: Mirjam Muhs, Jessica Heyser, politische Referentinnen der DGB-Jugend)