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Besetzt die Bildung


Die DGB-Jugend ruft zum "Bildungsstreik 2009" auf.

Weltweit sind Umstrukturierungen aller Lebensbereiche nicht mehr gemeinwohlorientiert – auch das Bildungssystem steht im Fokus solcher "Reformen": Gebühren und Privatisierung steuern das öffentliche Gut Bildung.

In vielen Ländern protestieren Menschen dagegen, so z.B. in Mexiko, Spanien, Italien, Frankreich und Griechenland. In diesem internationalen Zusammenhang steht auch das breite Bündnis, das den "Bildungsstreik 2009" trägt. Denn der anhaltende Protest gegen Studiengebühren und Sozialabbau in den letzten Jahren hat bei den Verantwortlichen in Medien, Wirtschaft und Politik zu wenig Wirkung gezeigt, wie die Organisatoren, u.a. Studierendenausschüsse verschiedener Universitäten, finden.

Die DGB-Jugend wird diesen Streik unterstützen und Kontakte vor Ort bereitstellen – denn es geht um zentrale Themen der Bildungs- und Hochschulpolitik: gebührenfreie Bildung von der Kita bis zur Uni, Chancengleichheit, Studienfinanzierung und kritische Wissenschaft. Es geht gegen die Ökonomisierung und um die Demokratisierung der Bildung, der Schulen und Hochschulen. In diesem Sinne soll es öffentlichkeitswirksame Demonstrationen, Blockaden und Besetzungen von Universitäten geben.

Während einer bundesweiten Aktionswoche vom 15. bis 19. Juni 2009 werden junge GewerkschafterInnen gemeinsam mit Studierenden und SchülerInnen im gesamten Bundesgebiet demonstrieren. Bundesweit dezentrale Demonstrationen sollen am 17. Juni stattfinden.

Vernetzungstreffen finden in Erfurt (27. Februar bis 1. März 2009), Berlin (26. bis 29. März 2009) und an der Ruhr-Universität Bochum (24. bis 26. April 2009) statt.

Infos und Kontakt: E-Mail: info@boykott-hd.de, www.bildungsstreik2009.de


(aus der Soli aktuell 2/09, Autor: Soli aktuell, aktualisiert am 16. März 2009)



Zusatzinfos: Bildungsstreik 2009 - das ist gefordert

Nach dem bundesweiten SchülerInnenstreik im November 2008 mit rund 100.000 Teilnehmenden geht es in die nächste Runde: Der "Bildungsstreik" kommt. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Die Forderungen sind:
  • selbstbestimmtes Lernen und Leben statt starrem Zeitrahmen, Leistungsdruck und Konkurrenzdenken
  • freier Bildungszugang und Abschaffung von sämtlichen Gebühren für Studium, Ausbildung und Kindertagesstätte
  • öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft auf Lehrinhalte, Studienstrukturen und Stellenvergabe
  • Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen.