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Braune Wäsche in die Altkleidersammlung


DGB-Jugend Berlin-Brandenburg: Nazi-Klamotten sollen in Schulen und Jugendklubs verboten werden. Kampagne bietet Umtausch an.

Aus Braun mach Neu": Unter diesem Motto bietet die Kampagne "Keine Stimme den Nazis", die auch von der DGB-Jugend Berlin-Brandenburg unterstützt wird, allen BürgerInnen des Bundeslandes an, Kleidung der Marke Thor Steinar einzuschicken. Als Dank erhalten alle Einsendenden ein T-Shirt der Kampagne.

Die weite Verbreitung von Kleidung dieser Marke in öffentlichen Einrichtungen sorge für eine Normalisierung extrem rechter Einstellungen unter Jugendlichen, teilt die Initiative mit. Schließlich seien die "Anziehsachen dieser Klamottenmarke aus Brandenburg" bei rechten Jugendlichen sehr beliebt. Deswegen solle Thor-Steinar-Bekleidung in Schulen und Jugendklubs verboten werden.

Mit der Aktion wolle man sich an prominenten Vorbildern orientieren. So hätten schon die Fußballvereine Hertha BSC Berlin, Borussia Dortmund, Werder Bremen, Dynamo Dresden, FC St. Pauli, 1. FC Magdeburg und Carl Zeiss Jena das Tragen von Thor-Steinar-Sachen in ihren Spielstätten untersagt.

"Wir wollen kurz- und langfristig Thor Steinar aus dem Verkehr ziehen", sagt Kim Sommer, Pressesprecherin der Kampagne. Wenn es möglich sei, das Kauen von Kaugummis zu verbieten, müsse ein Verbot für rechte Klamotten erst recht möglich sein.

www.keine-stimme-den-nazis.de


(aus der Soli aktuell 10/08, Autor: Soli aktuell)