(dgb-jugend, 29. März 2011) Zu den am Dienstag, dem 29. März 2011, veröffentlichten Mitgliederzahlen der DGB-Jugend für den Bereich der Studierenden erklärt René Rudolf, DGB-Bundesjugendsekretär: "Die DGB-Jugend wächst zu einem großen Studierendenverband in Deutschland heran. Das ist ein Erfolg unserer Arbeit der letzten Jahre an den Hochschulen."
Die Mitgliederstatistik des DGB weist für 2010 einen Mitgliederzuwachs von knapp 1.000 bei den Studierenden aus. Das sind rund drei Prozent mehr junge Frauen und Männer als noch im Vorjahr. Damit waren über 33.300 Studierende Ende vergangenen Jahres in den DGB-Gewerkschaften Mitglied. Die Entwicklung bei studentischen Gewerkschaftsmitgliedern hat damit erstmals seit Beginn ihrer statistischen Erfassung beim DGB im Jahr 2004 einen deutlichen Zuwachs zu verzeichnen.
Zur Finanzierung ihres Lebensunterhalts arbeiten 65 Prozent aller Studierenden neben dem Studium; diese wissen meist wenig über ihre Rechte als ArbeitnehmerInnen. Seit 2003 haben der DGB und seine Gewerkschaften unter dem Label "Students at work" ihre Präsenz an den Hochschulen und ihre Angebote für Studierende systematisch ausgebaut. Schwerpunkt ist die Beratungsarbeit für studentische JobberInnen und die bündnispolitische Arbeit zur Verbesserung von Studienbedingungen.
Zurzeit gibt es insgesamt bundesweit an über 50 Hochschulen gewerkschaftliche Aktivitäten und Angebote von und für Studierende. Die DGB-Jugend wird in den nächsten Jahren die Studierendenarbeit auf dem Hochschulcampus weiter voran bringen.
"Gerade in Zeiten schlechter Studienbedingungen durch unterfinanzierte Hochschulen und Elitenbildung ist eine starke Interessensvertretung für Studierende wichtiger denn je. Dazu haben wir ein neues Konzept entwickelt, das Studierende auf Gewerkschaften anspricht und sie in der Durchsetzung ihrer Interessen für ein qualitativ gutes Studium ohne soziale Hürden unterstützt", sagt Rudolf.
So ist das Projekt "Students at work" in die Regelarbeit der DGB-Jugend übergegangen und umfasst neben der Online-Beratung verschiedene Angebote für Studierende.

Gemeinsam mit den für Studierendenarbeit zuständigen KollegInnen der Mitgliedsgewerkschaften, der DGB-Jugend und der Hans-Böckler-Stiftung sind die vielen Aktivitäten und Ansätze, die in den letzten Jahren im Rahmen des Projekts entstanden sind, ausgewertet und die Ansprache der Studierenden auf dem Campus ein einen erweiterten konzeptionellen Rahmen gestellt worden. Das neue Konzept wurde in Form einer Toolbox aufgearbeitet.
Die Toolbox hat folgende Inhalte:
- Konzept der DGB-Jugend
- Leitfaden zu arbeits- und sozialrechtlichen Beratungen von Studierenden
- Leitfaden zu Campus-Touren zur Ansprache von Studierenden
- Leitfaden zur Anwendung von Organizing-Elementen in der
Studierendenarbeit auf dem Campus
- Aktionskarten
- Hintergrundwissen zum Bologna-Prozess
- Hintergrundwissen zu studentischen Mitbestimmungsmöglichkeiten an Hochschulen
- Digitales Veranstaltungsportfolio mit fünf Mustervorträgen, Checklisten zum Organisieren von Veranstaltungen, Betriebsexkursionen und zum ECTS-Fähigenmachen von gewerkschaftlichen Seminaren.
Die Toolbox richtet sich an alle ehrenamtlich Aktiven und hauptamtlich Verantwortlichen in der Studierendenarbeit. Sie kann unter
"Broschüren" für 4,50 Euro pro Box zzgl. Versandkosten bestellt werden. Unter
www.dgb-jugend.de/studium/mehr_infos sind einzelne Teile der Box zum Download bereitgestellt.