Vor der Übergabe an den Bundestag diskutierten die Landesschülervertretungen am Berliner Alexanderplatz zur Ausbildungssituation. Es nahmen GEW-Vorstandsmitglied Stephanie Odenwald, Kaweh Mansoori (hessischer Landesschulsprecher) und DGB-Bundesjugendsekretär René Rudolf teil.
Während der Staat Ausbildungsplätze in Milliardenhöhe finanziert, bilden nur 24 Prozent aller Unternehmen aus. Doch das ist bei weitem zu wenig ist, damit alle Jugendlichen jederzeit und unabhängig von der wirtschaftlichen Lage eine Ausbildungsstelle finden. DGB und Mitgliedsgewerkschaften starteten deshalb im vergangenen Jahr die Initiative „Ausbildung für alle“.
Sie unterstützt die Forderung der Landesschülervertretungen, Ausbildung als individuell einklagbares Recht ins Grundgesetz aufzunehmen. Dann wäre es politisch möglich, die Vorgabe des Bundesverfassungsgerichts umzusetzen. Danach muss die Zahl der Ausbildungsplätze den Bedarf um 12,5 Prozent übertreffen; nur wäre ein auswahlfähiges Angebot gewährleistet. Davon ist Deutschland weit entfernt: 2007 fehlten 200.000 Ausbildungsplätze.
Am Aktionstag waren Jugendliche mit personalisierten Abreißzetteln (PDF) in der Berliner Innenstadt unterwegs, um auf die Situation Ausbildungsuchender aufmerksam zu machen. Sie fordern dazu auf, sich im Internet an einer Mail-Aktion an Bundeskanzlerin Angela Merkel für das Grundrecht auf Ausbildung zu beteiligen.
Schick eine Email an die Bundeskanzlerin
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Hier ein Videobericht der DGB-Jugend