(dgb-jugend, 14. Dezember 2009) Eine aktuelle Studie der DGB-Jugend zur Situation junger Menschen nach der Ausbildung kommt zu dem Ergebnis: Vile zu viele junge Leute sind an so genannten Übergängen von Erwerbslosigkeit bedroht. Nur etwas mehr als ein Drittel der befragten Auszubildenden hat 2009 vor dem Ende der Ausbildung bereits eine sichere Perspektive.
Die DGB-Jugend hat zum 4. Mal in Folge die Qualität der Ausbildung aus Sicht der Auszubildenden untersucht. Den diesjährigen Schwerpunkt legt der Ausbildungsreport auf die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Bewertung der Ausbildung.
(dgb-jugend, 4. Februar 2008) Angesichts der Wirtschaftskrise fordert der DGB einen "wirksamen Schutzschirm für Ausbildungsplätze". Die üblichen unverbindlichen Ankündigungen der Ausbildungspaktpartner würden den Jugendlichen nicht helfen, nachdem die Krise bereits 2008 den Ausbildungsmarkt erreicht habe, erklärte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock am Montag (2. Februar 2008) in Berlin anlässlich der Bilanz des Ausbildungspakts. Die Bundesregierung und die Arbeitgeber dürften die Lage nicht länger beschönigen.
(dgb-jugend, 8. Januar 2008) Die jährliche Statistik über die Ausbildungsvergütung in Deutschland liegt vor. Die Zahlen 2008, wie immer ermittelt vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) zeigen, dass der Lohn für Azubis durchschnittlich um 2,2 Prozent gestiegen ist. Zum Vergleich: Die Inflationsrate beträgt im Jahr 2008 2,6 Prozent.
(dgb-jugend, 3. September 2008) Regelmäßige Überstunden, mangelnde fachliche Anleitung und geringe Aussichten auf Übernahme – das sind zentrale Kritikpunkte Jugendlicher an ihrer Ausbildung. Dies ergab der Ausbildungsreport der DGB-Jugend, den die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock am heutigen Mittwoch in Berlin vorgestellt hat. Der Ausbildungsreport basiert auf einer bundesweiten Befragung von 4700 Auszubildenden aus den, laut Bundesinstitut für Berufsbildung, 25 häufigsten Ausbildungsberufen.
(dgb-jugend, 6. August 2008) Nach einer neuen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sind ostdeutsche Azubis mobiler als ihre westdeutschen Kollegen. Oder anders gesagt: Sie nehmen eher längere Wege auf sich, um zu ihrer Ausbildungsstelle zu kommen, auch über Landesgrenzen hinweg.
(dgb-jugend, 11. Juni 2008) Der Ausbildungsbonus kommt – und das ist gut so. Mit seiner Definition der Zielgruppe stößt er bei der DGB-Jugend jedoch auch auf Kritik. Es ist begrüßenswert, dass den AltbewerberInnen endlich geholfen werden soll. Gefördert werden dürfen aber nur die wirklichen Problemfälle, um zu verhindern, dass reguläre Ausbildungsplätze in konjunkturell guten Zeiten mit öffentlichen Mittel suventioniert- und die Arbeitgeber aus ihrer gesellschaftlichen Verantwortung entlassen werden.
(dgb-jugend, 10. Juni 2008) Priska Hinz ist Mitglied des Deutschen Bundestages und der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Zusammen mit ihren Kollegen hat sie dieses Jahr zum dritten Mal alle DAX-Unternehmen kontaktiert und gefragt, wieviele Azubis sie haben. Offenbar wenig, denn das Fazit von Hinz lautet: "Die stärksten deutschen Unternehmen kommen in der Mehrzahl ihrer gesellschaftlichen Verantwortung für die Ausbildung junger Menschen nicht nach."
(dgb-jugend, 28. Mai 2008) Die tariflich geregelten Ausbildungsvergütungen fallen je nach Branche und Ausbildungsjahr sehr unterschiedlich aus. Sie variieren von 332 Euro im privaten Verkehrsgewerbe Thüringen im 1. Ausbildungsjahr bis zu 1.260 Euro im Bauhauptgewerbe West im 4. Ausbildungsjahr.
"Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut!" So der Slogan der etwa 200 jungen Leute, die jüngst zum Bundestag zogen, um eine Petition zu übergeben. Ein Videobericht.
(dgb-jugend, 22. April 2008) Schon länger läuft die Aktion der DGB-Jugend "Ausbildung für alle". Am Dienstag, den 22. April, gibt es einen weiteren Höhepunkt.
Das WDR-Magazin Monitor deckt auf: Offenbar missbrauchen einige Betriebe ihre Azubis als billige Arbeitskräfte.
Laut Beschluss der Bundesregierung vom 20. Februar 2008 soll ein Bonus in Höhe von bis zu 6.000 Euro diejenigen Unternehmen belohnen, die – zusätzlich zu ihrem bisherigen Ausbildungsengagement – einem Altbewerber mit höchstens einem schwachen Realschulabschluss eine Ausbildung ermöglichen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) begrüßt diesen Beschluss grundsätzlich im Sinne einer Verbesserung zu den ursprünglichen Plänen, die auf eine wesentlich breitere Zielgruppe ausgelegt waren, hat aber dennoch wichtige Kritikpunkte.
Die Wirtschaft jubelt: Alle selbstgesteckten Ziele der Ausbildungspartner wurden übererfüllt. Das ist erfreulich, doch bedeuten 90.000 neue Ausbildungsplätze im Ausbildungsjahr 2007 noch lange nicht 90.000 zusätzliche Ausbildungsplätze.
Laut einer IG-Metall-Untersuchung des Arbeitsmarktes im Jahr 2007 haben es Jugendliche mit nichtdeutschen Eltern besonders schwer einen Ausbildungsplatz zu finden.
Madeleine (20) ist seit drei Jahren auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz als Tierarzthelferin. Auf 200 Bewerbungen folgten 200 Absagen. Das ist frustrierend, das kostet Geld und das muss nicht sein. Auch nicht in den 160.000 anderen "Einzelfällen".
Eine Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung und Kammer-Befragung belegen: Die Aussetzung der Ausbildereignungsverordnung hat mehr geschadet als genutzt.
ausbildung-fuer-alle.de: Mit der Initiative "Ausbildung für alle"
machen die Gewerkschaften, Landesschülervertretungen und viele weitere
Partner die skandalösen Zustände auf dem Ausbildungsmarkt publik und
tragen ihre Forderungen für mehr und bessere Ausbildung in die
Öffentlichkeit