Wenn du weißt, wo du dich bewerben möchtest, dann leg los. Aber gib dir Mühe! Für Bewerbungen gibt es ein paar Regeln, die du unbedingt beachten musst. Vermittelt deine Bewerbung auf den ersten Blick den Eindruck, du hättest dir keine Mühe damit gemacht, kann sie ziemlich schnell aussortiert werden.
Die Bewerbung ist quasi das Spiegelbild des Bewerbers: Wie will jemand seine Arbeit zufriedenstellend erledigen, wenn er noch nicht einmal in der Lage ist, sich selbst gut zu präsentieren? Deswegen muss die Bewerbung picobello sein. Im folgenden beschreiben wir die schriftliche Bewerbung, die den Arbeitgeber auf dem Postweg erreicht. Bewerbungen per Email beschreiben wir hier im Anschluss.
Die schriftliche Bewerbung ist der erste Bewerbungstest. Der Arbeitgeber kann anhand der Qualität der Bewerbungen die seiner Meinung nach besten Kandidaten auswählen. Die Kriterien, nach denen er vorgeht, sind vor allem: Ist die Form okay (keine Fehler, keine Flecken, keine Knicks)? Sind die Unterlagen vollständig? Passt das Profil des Bewerbers zu der Stelle?
Man braucht zunächst einmal die genaue Adresse, an die man die Bewerbung schicken soll. Sie ist meist exakt mit der Stellenbeschreibung in der Zeitung, im Internet oder in Aushängen angegeben. Wenn nicht oder wenn etwas unklar ist, zum Beispiel was genau in der Bewerbung drin sein soll: Anrufen und sich erkundigen. Das bringt nicht nur die gewünschten Informationen, sondern zeigt dem Arbeitgeber Interesse an der Stelle und erhöht die Chancen. Es kann gut sein, dass sich der Arbeitgeber im Bewerbungsgespräch an den Anruf des Bewerbers erinnert: Man kennt sich schon, das sorgt für Vertrauen. Außerdem kann man das Telefonat gut im Anschreiben verwenden: "Sehr geehrter Herr Jochens, wie telefonisch besprochen sende ich Ihnen meine Bewerbung auf die Stelle des Mechatronikers in Ausbildung ..." Nur zur Sicherheit: Schriflich bewerben bedeutet - sofern der Arbeitgeber nichts anderes verlangt - Dokumente abzugeben, die mit Schreibmaschine oder Computer erstellt wurden.
Eine Bewerbung besteht meist aus drei Teilen: Anschreiben Lebenslauf Zeugnis bzw. Nachweise über Praktika oder Kurse oder ähnliches (aber nicht Mitgliedsausweis der Jugend-Feuerwehr oder des Sportvereins!) Alle Papiere haben das Format DIN A4. Sie sollten wie aus einem Guss wirken und zusammen in einem Ordner (damit der Arbeitgeber keine Zettelwirtschaft verwalten muss) abgeheftet sein, und zwar so, dass die Blätter geschützt, ungelocht, leicht entnehmbar und gut sichtbar sind. Es bietet sich an einen Ordner zu nehmen, dessen Vorderseite durchsichtig ist, so kann der Arbeitgeber bequem das Anschreiben sehen. Gute Schreibwarenläden bieten eine große Auswahl an Ordnern. Klarsichtfolien sind tabu.
Das Anschreiben ist der Text, den der Arbeitgeber zuerst lesen soll. Hier sollte der Bewerber deutlich machen,
wie er von der angebotenen Stelle erfahren hat,
was er eigentlich will,
was er derzeit macht, zum Beispiel, dass er Schüler ist,
wann er mit der Schule fertig ist und mit welchem Abschluss und
wann er seine Ausbildung beginnen könnte,
warum er diesen und keinen anderen Beruf erlernen will,
warum er sich ausgerechnet bei dieser Firma und nicht woanders bewirbt,
wieso er glaubt geeignet zu sein,
dass er gern zu einem Vorstellungsgespräch erscheinen möchte.
Bloß wie formuliert man das? Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten.
Hier ein Beispiel: Muster-Anschreiben (Word-Dokument).
Vielen Bewerbern fällt es trotz Muster schwer, ein eigenes Anschreiben zu verfassen. In diesem Fall hilft zum Beispiel, wenn man sich zusammen mit älteren Geschwistern oder mit Lehrern oder Bekannten zusammensetzt und das Anschreiben formuliert. Auch gut: Jemand zu kennen, der bereits eine Ausbildungsstelle gefunden hat. Den kann man dann nach der damaligen Bewerbung fragen. Die Bewerbung ist wie gesagt eine "Werbung", ein Versuch, sich selbst in gutem Licht darzustellen. Deswegen sollte man an gutem Schreibmaterial nicht sparen und für Anschreiben und Lebenslauf weißes und etwas dickeres Papier als normal verwenden. Gute Schreibwarenläden beraten gern.
Noch ein paar Details: Bei allen Papieren sollte man nur die Vorderseite benutzen, nicht die Rückseite. Das Anschreiben sollte auf einer Seite Platz finden, aber nicht quetschen. Schrifttyp kann zum Beispiel Arial sein, keine "unruhigen" Schriften verwenden. Schriftfarbe sollte schwarz sein. Schriftgröße sollte zwischen 10, 11 oder 12 liegen, linksbündig (Flattersatz), einfacher Zeilenabstand.
Seitenränder: Hier ist sich die Fachwelt nicht einig. Zwar basiert das Anschreiben auf einem DIN-Format, doch das ist nicht in allen Punkten verbindlich. Wir empfehlen einen Seitenrand links und rechts so wie oben und unten von 2,5 Zentimetern. Damit ist man auf der sicheren Seite und man kann sich diese Zahl besser merken als verschiedene Maße. Anschreiben sollte (auch Lebenslauf) immer nur einmal verwendet werden – neue Bewerbung, neuer Ausdruck, neue Unterschrift. Anschreiben sollte man immer kopieren oder speichern, damit man im Fall der Einladung noch weiß, was man geschrieben hat.
Ansonsten: keine Flecken, keine Eselohren, nicht falten. Alles Korrektur lesen lassen von Eltern, Freunden oder Lehrern. Unterschreiben sollte man mit schwarzer oder blauer Tinte
Vorweg: Anhand des Lebenslaufes kann der Arbeitgeber den bisherigen Werdegang des Bewerbers nachvollziehen: Wie alt ist der Bewerber? Wo ist der Bewerber groß geworden? Was hat er bisher schon gemacht? Und so weiter.
Hier ein Musterlebenslauf (Word-Dokument).
Einige Tipps: Die Angaben in Lebenslauf und Anschreiben müssen natürlich übereinstimmen. Lebenslauf sollte immer im Original abgeben werden (also keine Kopie). Lebenslauf muss mit derselben Datumsangabe wie auf Anschreiben unterschrieben sein, und zwar mit demselben Füller oder Stift, mit dem das Anschreiben unterschrieben wurde. Lebenslauf sollte Korrektur gelesen werden.
Ganz wichtig ist das Bewerbungsfoto: Es sollte von einem Fotografen gemacht sein (keine Urlaubs- oder Passfotos). Der Fotograf weiß in der Regel, worauf es ankommt. Viele Fotografen machen eine Kopie des Fotos auf CD. Dann kann man sich jederzeit neue Passbilder ausdrucken: Entweder direkt auf den Lebenslauf (auf hohe Auflösung achten, damit das Bild scharf ist. Ansonsten Fotopapier verwenden und sauber ausschneiden.
Farbig oder schwarz-weiß? Das kann jeder selbst entscheiden, aber: Im Sinne der Einheitlichkeit bietet sich an ein Schwarz-Weiß-Foto zu verwenden, denn auch der Rest der Unterlagen ist schwarz und weiß. Größe: Nicht unter 4 Zentimer Breite und 6 Zentimerter Höhe. Aber: Am besten den Fotografen fragen. Position: Rechts oben auf dem Lebenslauf. Anbringung: Mit Fotoecken auf dem Lebenslauf (Foto kann man so entnehmen und ggf. wiederverwenden).
Manchmal lösen sich die Fotos, also Namen und Anschrift auf der Rückseite notieren (mit Folienstift, damit die Tinte nicht verwischt); so weiß der Arbeitgeber, zu welcher Bewerbung es gehört. Man sollte eine Bluse oder Hemd oder einen Anzug tragen, eine ordentliche Frisur haben, seriös eben. Das Foto sollte den Bewerber als seriöse, aber auch sympathische Person darstellen, also lächeln. Warum das alles? Der Arbeitgeber will Angestellte, die man problemlos auf Kundschaft oder Geschäftskunden loslassen kann.
Kopien von Zeugnissen und Nachweisen sollten eine sehr gute Qualität aufweisen. Kopien der letzten zwei Schul-Zeugnisse zur Bewerbung. Es können aber auch die letzten vier Zeugnisse angefordert werden (deshalb die Firma bei Zweifel anrufen). Jede Leistung, die über den Schulunterricht hinaus erbracht und zertifiziert wurde, kann in der Anlage der Bewerbung aufgeführt werden, da sie das Interesse der Bewerberin bzw. des Bewerber an zusätzlichen Qualifikationen dokumentiert. Reihenfolge der Nachweise und Zeugnisse: Zeugnis mit jüngstem Datum nach Oben, Zeugnis mit ältestem nach unten.
Wo kommt der Hefter hinein und wie zum Arbeitgeber?
Man verschickt die Bewerbung in der Regel in einem DIN-C4-Umschlag, der mit Pappe verstärkt ist, damit die Unterlagen keinen Schaden nehmen. Der Umschlag ist etwas größer als Din A4. Wenn die Bewerbungsmappe umfangreicher ist, muss man eventuell einen größenen Umschlag nehmen, nämlich DIN B4. Umschläge mit Sichtfenster bedeuten, dass man die Empfängeradresse so auf dem Anschreiben plazieren muss, dass sie im Fenster sichtbar ist. Die Mühe kann man sich sparen, wenn man einen Umschlag ohne Sichtfenster nimmt. Auf den Umschalg kommen Adresse und Absender (außer wenn Umschlag mit Sichtfenster benutzt wird, dann sollten beide Angaben im Fenster erscheinen, die eigene Adresse aber kleiner als die des Adressaten). Den Umschlag dazu so hinlegen, dass die Vorderseite nach oben zeigt und die Öffnung nach rechts. Dann kommt links oben die eigene und rechts mittig die Adresse des Empfängers. Umschläge bekommt man im Schreibwarenladen oder bei der Post. Es empfiehlt sich statt weißer braune Umschläge zu verwenden, da diese nach dem Transport weniger angenutzt aussehen (oder aber den "ordentlicheren" weißen Umschlag selbst vorbeibringen).
Achtung wenn Postweg: Es bietet sich an, den Umschlag bei der Post frankieren zu lassen. So kann man sicher sein, dass der Umschlag ankommt und dass der Empfänger nicht dazu zahlen muss.
Noch etwas Bei Absagen bekommt man in der Regel den Ordner mit allen Unterlagen außer dem Anschreiben zugesendet. Wenn der Ordner noch okay aussieht, kann man ihn noch einmal verwenden, genauso das Foto, genauso die Zeugnisse.
Sie steckt noch in den Kinderschuhen, wird aber mitunter schon vom Arbeitgeber erwünscht. Auch hier gilt im Zweifelsfall beim Arbeitgeber nachzufragen, was genau in die Bewerbung soll. Achtung: Nicht an Email-Adressen etwas schicken, aus denen kein Personen-Name hervorgeht, wie zum Beispiel info@schallerbau.de. In diesem Fall die Firma anrufen und nach der Email-Adresse desjenigen fragen, der die Bewerbungen entgegennehmen soll. Am besten gleich verbinden lassen und ggf. Details klären. Wenn der Arbeitgeber nichts von einer Bewerbung per Email schreibt, dann auch keine auf diesem Wege schicken. Wenn aber doch, dann bitte genauso sorgfältig wie die schriftliche Bewerbung.
Es gibt verschiedene Arten der Online-Bewerbung:
Formular: Manchmal soll der Bewerber bereits vorgefertigte Formulare downloaden und ausgefüllt absenden oder online ausfüllen. Wenn es so ist: prima, denn so muss man nur tun, was das Formular sagt und schreibt also eine vollständige Bewerbung. Aber auch hier gilt: keine Rechtschreib-, Grammatik- oder Zeichensetzungsfehler!
Online-Kurzbewerbung: Bewerbungsanschreiben plus Lebenslauf. Wenn man etwas nachreichen soll, wird einem das mitgeteilt. Diese Form eignet sich auch für Initiativbewerbungen (auch Blindbewerbung genannt). Vollständige Online-Bewerbung, also mit Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnissen. Bei Kurzbewerbung und vollständiger Bewerbung gilt folgendes: Betreff: Hier sollte stehen, dass man sich bewirbt und auf welche Stelle, zum Beisiel so: "Mediengestalter in Ausbildung: Bewerbung". Der Betreff sollte nicht zu lang sein, also kann man auf das Datum der Stellenanzeige verzichten, jedoch im Anschreiben erwähnen.
Text der Email: Achtung: Die Formatierung der Nachricht sieht auf einem Rechner so aus, auf einem anderen wieder ganz anders. Deswegen verzichten auf Fettungen, kursive Schrft, mehrere Schriftarten, Farben oder Grafiken.
Wir empfehlen entgegen einiger Meinungen das Anschreiben, den Lebenslauf und ggf. erwünschte (und dazu notwendigerweise gescannte) Zeugnisse in einem Anhang im PDF-Format zu speichern und der Email anzuhängen. In dem Email-Text sollte dann stehen: "Sehr geehrter Herr Jochens, wie telefonisch besprochen sende ich Ihnen meine Bewerbung auf die Stelle des Mechatronikers (Stellenanzeige vom 22. August 2005 im Kölner Stadtanzeiger). Sie finden die komplette Bewerbung in dem angehängten Dokument (PDF-Format). Mit freundlichem Gruß Julia Meyer (einfach eintippen, keine gescannten Unterschriften) und dann darunter die Angaben: Julia Meyer, Wohnort, Telefon, Email-Adresse.
Diese Methode hat den Vorteil, dass die Bewerbung beim Arbeitgeber so ankommt, wie sie gemeint ist. Das heißt Formatierungsfehler sind - einmal als PDF gespeichert - ausgeschlossen. Auch der Arbeitgeber hat die komplette Bewerbung mit einem Klick auf seinem Bildschirm, kann sie mit einem Klick ausdrucken oder speichern. - Der Nachteil an dieser Variante: Man braucht ein Programm, dass PDFs erzeugen und zusammenführen kann und natürlich kostet. Wer sich allerdings online bewirbt, der will sehr wahrscheinlich auch in einem Bereich arbeiten, wo die Erfahrung mit einem derartigen Programm vorausgesetzt wird, sprich: Er muss es haben oder wissen, wer es hat.
Unterschrift: Wie schon gesagt, einfach vollständigen Namen eintippen.
Anschreiben im PDF: Verhält sich so, wie bei der schriftlichen Bewerbung.
Absenderadresse: Bitte von privatem Account aus Email versenden (die Bewerbung ist Privatsache, also sollte sie nicht mit einem Firmennamen versendet werden, skurile Absenderadressen sollte man vermeiden, je seriöser, je besser).
Anhänge: Sollten kurz, aber unverwechselbar sein, also zum Beispiel: J-Meyer1.pdf, J-Meyer2.pdf.
Tipp: Bewerbung vorher an sich selbst schicken, um zu überprüfen, ob alles so ankommt, wie es abgeschickt wurde. zurück zum Seitenanfang
Zunächst ein paar Tipps: Es empfiehlt sich ausgeruht und pünktlich zu erscheinen.
Gepflegtes Äußeres: Haare gewaschen und frisiert, Hände und Nägel sauber, korrekte Kleidung, aber nur die, in der man sich wohl fühlt, nichts Extremes, sparsam mit Schminke, Schmuck und Rasierwasser, Parfüm umgehen.
Dran denken: Bewerber sind keine Bittsteller, aber vorlaut sein kommt ganz schlecht an, also nicht ungefragt losplappern. Keine Übertreibungen. Aussagen müssen mit
Aussagen im Anschreiben und Lebenslauf übereinstimmen. Man sollte soviel wie möglich darüber wissen, was der Betrieb/die Firma ist und macht. Man sollte Antworten parat haben für Frage mach der Berufswahl und der Wahl des Betriebes.
So verläuft das Vorstellungsgespräch in der Regel
Begrüßung und Einleitung des Gespräches durch den Arbeitgeber/Personalchef, zum Beispiel mit folgenden Fragen: „Haben Sie gut her gefunden?“; „Wie geht es Ihnen?“; „Welchen ersten Eindruck haben Sie von uns und warum?“
Thema Bewerbung und Berufswahl: „Warum dieser Beruf?“; „Warum unserer Betrieb?“; „Welche Erfahrungen haben Sie bisher gesammelt (zum Beispiel Praktikum)?“; „Weitere Bewerbungen für andere Berufe bzw. bei anderen Betrieben?“ Schule, Ausbildung: „Wie kommt es zu diesen Zensuren im Fach xy?“; „Was haben Sie unternommen, um Ihre Kenntnislücken in Fach xy zu füllen?“; „Wie sind die aufgeführten Fehlzeiten entstanden?“; „Was bedeutet der Satz in Ihrem Zeugniskopf: ... findet gegenüber seinen Mitschülern nicht den richtigen Ton...?“; „Warum sind Sie nicht weiter zur Schule gegangen?“; „Wie kommen Sie mit Ihren LehrerInnen bzw. MitschülerInnen aus?“; „Welche Möglichkeiten der Fortbildung haben Sie neben der Schule genutzt?“
Persönlicher, familiärer und sozialer Hintergrund:
Achtung: Intime und politische Fragen sind verboten. Sollten sie dennoch gestellt werden, darf man diese auch falsch beantworten. Wichtig ist aber, dass man sich im Gespräch nicht in Widersprüche verwickelt. Neuerdings wird man auch mit Intimfragen ausgetestet, wie weit sich BewerberInnen aushorchen lassen. In diesen Fällen: Nicht ausrasten, vielleicht ist es ja nur ein Test dafür, wie leicht oder wie schwer man sich aus der Ruhe bringen lässt. Man kann folgendermaßen reagieren: „Wissen Sie, dies ist eine sehr persönliche Frage! Wir sollten jetzt wieder über meine Ausbildung bei Ihnen sprechen. Welche Abteilungen würde ich im Laufe meiner Ausbildung bei Ihnen durchlaufen?“
Fragen des Bewerbers: Sie können den Ausbildungsablauf betreffen, Übernahme- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Organisation und Verlauf des Berufsschulunterrichtes. Vielleicht gibt es einen Betriebsrundgang. Fragen sind gut, weil sie Interesse an der Ausbildung zeigen. Aber nicht übertreiben. Abschluss des Gespräches und Verabschiedung.
Noch ein Tipp: Es erspart dem Arbeitgeber Mühe, wenn man den Termin des Vorstellungsgespräches nicht nur annimmt, sondern auch so schnell wie möglich bestätigt. Außerdem kommt es gut an, wenn man sich für das Gespräch bedankt und sich erkundigt, wann die Entscheidung über die Besetzung der Stelle getroffen wird. Das zeugt von Interesse und ist besser als einfach nur "Tschüss" zu sagen.
Er wird auch Eignungstest genannt oder noch anders. Es geht aber immer nur darum, die Bewerber bestimmten Anforderungen auszusetzen, um zu beobachten, was sie können und was nicht. Der Test findet meist anstelle eines Vorstellungsgespräches statt und kann sogar mehrere Tage dauern. Einstellungstest werden besonders dann angewendet, wenn der Arbeitgeber mehr wissen möchte, als er durch Zeugnisse und Gespräch herausbekommen könnte. In den Tests werden entweder manuelle Fertigkeiten geprüft oder es geht schlicht um Rechnen, Lesen, Schreiben oder um Wissen ("Wann fiel die Mauer?") oder Denkfähigkeit ("Schauen Sie sich die Reihenfolge der Symbole an und ergänzen Sie das fehlende Symbol"). Aber auch Fragen, die Rückschlüsse auf die Persönlichkeit des Bewerbers zulassen, kommen vor ("Ist der Bewerber teamfähig, kreativ, entscheidungsfreudig etc.").
Weil Einstellungstest sehr unterschiedlich sind, können wir an dieser Stelle keine weiteren Tipps geben, außer: Es ist ratsam, sich vor dem Test zu informieren, zum Beispiel kann man anrufen und den Arbeitgeber fragen, was passieren wird, oder man kann jemanden fragen, der den Test bereits gemacht hat. Erst dann kann man sich vorbereiten und entsprechende Informationen einholen. Auf blauen Dunst büffeln und versuchen, fünf oder mehrere Jahre Schule in einer Woche nachzuholen, schlaucht eher als das es hilft.
Die "einzig richtige Bewerbung" gibt es nicht - unsere Bewerbungstipps basieren auf Angaben folgender Quellen:
DGB-Jugend: "Montag" - Magazin für Auszubildende, hier downzuloaden und zu bestellen
DGB-Jugend: "Besser in die Ausbildung", hier downzuloaden und zu bestellen
Lieber offline informieren? Hier unsere Broschüre "Besser in die Ausbildung - ein Ratgeber für Schülerinnen und Schüler bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz" (Juli 2005, PDF)