Ausbildungsberufe, Teil 3

Elektroniker/in für Automatisierungstechnik



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Am Puls der Maschine

Die Elektronik ist das Nervensystem einer Maschine. Wenn ganze Produktionsstraßen stehen bleiben oder nicht so arbeiten wie sie sollen, ist erstmal analytisches Denken gefragt: Elektroniker für Automatisierungstechnik sind für die Programmierung, Vernetzung und Wartung der computergesteuerten Maschinen zuständig. Mit dem Fingerspitzengefühl eines Arztes müssen sie Probleme erkennen und Lösungen finden – oftmals im Team.

"Maschinen faszinieren mich", sagt Meike Wagener mit leuchtenden Augen, "ich liebe es, wenn die machen, was ich will!" Als Auszubildende im vierten Lehrjahr bei VW Nutz fahrzeuge Hannover arbeitet die 19-Jährige bereits eng mit den Facharbeitern zusammen – und kann ihre erlernten Fähigkeiten Tag für Tag praktisch anwenden.

Elektroniker für Automatisierungstechnik können als echte Spezialisten flexibel an fast jeder computergesteuerten Maschine eingesetzt werden, unabhängig von der Branche. Dadurch haben sie gute Berufschancen. Und tatsächlich ist die Übernahme bei VW Nutzfahrzeuge für Meike schon gesichert.


Ausbildung als Kinderspiel

Die Berufswahl verlief für Meike denkbar glatt: „Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinem Papa mit Elektronik gebastelt!“ Mit Leidenschaft tüftelte und lötete sie so lange, bis Lauflichter zu blinken anfingen, Musik ertönte und Miniroboter sich in Bewegung setzten. Mit der Entscheidung für die Ausbildung zur Elektronikerin machte sie ihre Leidenschaft zum Beruf. Das erste Bewerbungsschreiben hatte bereits Erfolg.

Bei VW Nutzfahrzeuge wird auf eine marktorientierte Ausbildung Wert gelegt. Im ersten Lehrjahr geht es noch ruhig zu, da erlernt man verschiedene handwerkliche Techniken, baut seinen eigenen Schaltschrank, begreift Zusammenhänge, „lernt laufen“, wie Meike es nennt.

Doch schon im zweiten Lehrjahr setzt man Auftrags arbeiten für die Produktion um – so kann man seine Fähigkeiten gleich praktisch erproben. Meike entwickelte gemein sam mit anderen Auszubildenden einen Wärmeschrank, der nun täglich in Benutzung ist.

Die Arbeit im Team ist wichtiger Teil des Berufs. Denn wenn neue Anlagen geplant oder vorhandene repariert werden, arbeiten Mechaniker, Mechatroniker und Elektriker Hand in Hand.


Solidarität schafft Sicherheit


Seit Beginn ihrer Ausbildung ist Meike Gewerkschaftsmitglied in der IG Metall. Sie lobt die Unterstützung der JAV und wertet auch Streiks grundsätzlich positiv: "Das ist gut, dass wir eine Stimme haben, dass gekämpft wird." Entsprechend gut ist auch der Zusammenhalt der Azubis untereinander. Dass sie als fast einzige Frau in einem typischen Männerberuf tätig ist, stört sie wenig – bei ihren Kollegen ist sie für ihre Schlagfertigkeit bekannt. Denn ihre Ausbildung verschafft ihr Unabhängigkeit. Meike: "Die Blinkeranlage meines Autos kann ich selbst reparieren. Und wenn ich mal ein Haus baue, werde ich die Elektrizität komplett alleine verlegen!"


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Fotos

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Im Überblick


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  • Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre, duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule
  • Arbeitsgebiet: Integration, Programmierung, Inbetriebnahme und Instandhaltung von Automatisierungslösungen
  • Voraussetzungen: Teamfähigkeit, analytische und planerische Fähigkeiten, selbstständiges Arbeiten, handwerkliches Geschick, Begabung in Mathematik, Physik und Chemie, Sprachkenntnisse in Englisch